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Rumsfeld will bald Fotos von
Hussein-Söhnen veröffentlichen

24. Jul 2003 07:31, ergänzt 11:29
Donald Rumsfeld
Die USA wollen auch der Öffentlichkeit den Tod von Udai und Kusai Hussein belegen. Möglichst bald sollen die Fotos der toten Hussein-Söhne veröffentlicht werden.

Thema: Husseins Söhne
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat in Washington angekündigt, die USA würden bald die Fotos der beiden getöteten Söhne von Saddam Hussein veröffentlichen. Über den Zeitpunkt sei jedoch noch nicht entschieden, sagte er vor Journalisten.

Ein Mitarbeiter des Außenministeriums in Washington hatte kurz zuvor gesagt, die Fotos seien «zweifellos schrecklich». Man müsse sie aber zeigen, um alle Iraker vom Tod der beiden zu überzeugen. Die Leichen wiesen viele Schusswunden auf, seien aber noch als Udai und Kusai Hussein zu erkennen.

Reporter: Leichen fast unkenntlich

Dies bestritt jedoch ein Reporter der türkischen Zeitung «Hürriyet», der die Fotos gemeinsam mit anderen Journalisten kurz ansehen durfte. Faruk Zabci beschrieb den Zustand der Leichen als «schockierend», sie seien so gut wie unkenntlich.

Nach einem Bericht der «Washington Post» zeigten die Farbfotos zwei Männer mit dichten schwarzen Bärten. Udais Verletzungen schienen schwerer zu sein als die seines Bruders, unter anderem sei ein großer Bluterguss unterhalb seiner Nase zu sehen gewesen.

Bei dem Feuergefecht in einer Villa in der nordirakischen Stadt Mossul waren am Dienstag nach US-Militärangaben neben Udai und Kusai auch Kusais 14-jähriger Sohn und ein Leibwächter getötet worden. Nach Angaben von US-Generalleutnant Ricardo Sanchez wurden die Toten von vier Mitgliedern des ehemaligen irakischen Regimes identifiziert.

Wer den amerikanischen Truppen den Aufenthaltsort der Hussein-Söhne verriet, ist nicht bekannt. Die USA, die ein Kopfgeld von jeweils 15 Millionen Dollar auf Udai und Kusai ausgesetzt hatte, halten die Identität des Informanten geheim. Eine Verwandte von Nawaf Mohammed al Saidan, der die Brüder bei sich versteckt hatte, sagte der Nachrichtenagentur AFP gesagt, der Geschäftsmann selbst habe den entscheidenden Hinweis gegeben. Dies vermuten auch Nachbarn Saidans. (nz)

 
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