netzeitung.deBushs Vize-Sicherheitsberater gibt Mitschuld an Irak-Falschinformation zu

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Der Vize-Sicherheitsberater der US-Regierung sich mitverantwortlich für die umstrittene Passage über Irak in einer Rede von Präsident Bush erklärt: Dass die Angaben zu einem Uran-Deal nicht stimmten, habe er Monate vorher erfahren.

Ein hochrangiger Vertreter der amerikanischen Regierung hat Mitverantwortung für falsche Informationen über ein geplantes Uran-Geschäft des irakischen Regimes übernommen. Die umstrittene Passage war Teil einer Rede von US-Präsident George W. Bush, in der er im Januar einen Krieg gegen Irak zu rechtfertigen versuchte.

«Mehrere Leute hätten die Möglichkeit gehabt, das Problem zu vermeiden», sagte der stellvertretende Sicherheitsberater Stephen Hadley, am Dienstag in Washington. Demnach hatte das Weiße Haus entsprechende Angaben aus einer früheren Bush-Rede im Oktober 2002 getilgt. Zuvor hatte die CIA in zwei Berichten die Informationen angezweifelt. Hadley sagte, er habe damals auch mit CIA-Chef George Tenet telefoniert.

Der Berater erinnerte sich im Januar angeblich nicht mehr an díe Kontroverse über die Behauptung, Bagdad habe im afrikanischen Staat Niger Uran für sein Atomprogramm ankaufen wollen.

Bislang hatte die US-Regierung allein die CIA allein dafür verantwortlich gemacht, dass die Passage in der Bush-Rede aufgetaucht war. Der Geheimdienst hatte die Rede geprüft und freigegeben. Der Präsident berief sich im Januar auf britische Geheimdienstinformationen - obwohl die CIA die Angaben Monate zuvor als unseriös eingestuft hatten. Gleichwohl übernahm Tenet die Verantwortung für die Panne.

Die demokratische Opposition in den USA wirft der Regierung vor, die Uran-These als Legitimation für den Irak-Krieg benutzt zu haben. (nz)