US-Senator: Bush entwarf Netz aus Lügen zu Irak
15.07.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Die inzwischen revidierte Behauptung, das Regime in Bagdad habe in Niger Uran für sein Atomprogramm kaufen wollen, sei nur Teil eines ganzen Geflechts von «Übertreibungen und irreführenden Erklärungen», sagte Levin. Anders als von Washington behauptet, sei die Uran-These kein Einzelfall.
Bush hatte sich am Montag erneut gegen Vorwürfe gewehrt, er habe sich auf zweifelhafte Geheimdiensterkenntnisse gestützt. Die ihm vorgelegten Informationen seien «verdammt gut» gewesen, sagte Bush. Erst nach seiner Rede an die Nation im Januar habe die CIA an den Angaben zu dem angeblichen Uran-Geschäft gezweifelt. Geheimdienstchef George Tenet dagegen hatte gesagt, die Passage hätte niemals in die Rede aufgenommen werden dürfen.
Sismi hatte bereits zugegeben, die Informationen besessen zu haben. Sie seien aber nicht an die CIA weitergegeben worden, hatte die Zeitung «La Repubblica» berichtet.
Nach britischen Presseberichten hatten die Geheimdienste Italiens und Frankreichs die dubiosen Informationen an die USA weitergeleitet. Dies bestritten jedoch die Regierungen in Rom und Paris. (nz)

