09.07.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Donald Rumsfeld vor dem Militärausschuss des Senats in Washington
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Entscheidung der USA für den Krieg gegen Irak beruhte nach den Worten von Pentagon-Chef Rumsfeld nicht auf neuen Erkenntnissen über irakische ABC-Waffen. Thema: Suche nach ABC-Waffen Blair: Suche nach irakischen Waffen beginnt erst Demokraten werfen Bush Täuschung vor Ausschuss: Irak-Bericht nicht manipuliert
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat eingeräumt, dass den USA vor dem Irak-Krieg keine neuen Belege für Massenvernichtungswaffen vorgelegen haben. «Wir haben uns auf bereits existierende Erkenntnisse nach den Terroranschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 gestützt», sagte er am Mittwoch in einer Anhörung vor dem Militärausschuss des Senats in Washington.
Diese «älteren» Informationen seien in einem «neuen Licht» betrachtet worden, fügte Rumsfeld hinzu. «Neue dramatische Beweise» für die Existenz verbotener Waffen in Irak habe es dagegen nicht gegeben. Der Krieg, so Rumsfeld, sei nicht aus diesem Grund geführt worden.
Bush: Irak-Einmarsch war richtigTrotz der falschen Angaben verteidigte US-Präsident George W. Bush die Entscheidung zum Irak-Krieg. Er sei «absolut sicher», dass der Einmarsch in Irak richtig gewesen sei, sagte Bush am Mittwoch bei seinem Besuch in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria. Er habe keinen Zweifel daran, dass Saddam Hussein eine Bedrohung für den Weltfrieden gewesen sei, fügte er hinzu. Darauf, dass er in seiner Rede zur Lage der Nation im Januar falsche Anschuldigungen gegen Irak erhoben hatte, wollte Bush nicht eingehen.
Im Vorfeld des Irak-Kriegs hatte die US-Regierung ihre Position mit neuen Erkenntnissen über das irakische Waffenarsenal begründet. (nz)