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Pentagon-Bericht: Jessica Lynch
wurde durch Autounfall verletzt

09. Jul 2003 13:51
Jessica Lynch bei ihrem Abtransport aus dem irakischen Krankenhaus
Foto: U.S. Central Command
Jessica Lynch wurde bei einem Autounfall verletzt, nicht durch irakische Kugeln, wie nun auch das Pentagon offiziell erklärt. Und es erkennt an, dass irakische Ärzte ihr das Leben retteten.

Nach Ansicht irakischer Ärzte ist Jessica Lynch – die Obergefreite der US-Armee, die in Irak verletzt, gefangen genommen und dann medienwirksam befreit worden war – bei einem Autounfall verletzt worden. Spuren eines Gefechte zumindest hatten sie bei ihr im Mai nicht erkennen können. Nun hat auch die US-Armee diese Version bestätigt.

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Laut der «Washington Times» wird die Armee einen Bericht über den Kampf der 507. Instandsetzungskompanie am 23. März bei Nassirijah vorlegen, der alle Spekulationen beenden soll und der zum ersten Mal auch die Leistungen der irakischen Ärzte würdigt. Von einem Kampf bis zur letzten Patrone ist darin nicht die Rede.

Kontrolle verloren

Lynch saß demnach mit ihrer Freundin, der Obergefreiten Lori Ann Piestewa in einem Humvee-Jeep, als ihr Konvoi angegriffen wurde. Verzweifelt hätten sie versucht, dem Angriff zu entkommen, als ihr Humvee von einer Granate getroffen wurde, Piestewa die Kontrolle darüber verlor und mit mehr als 70 Stundenkilometern in einen auf der Straße stehenden Anhänger fuhr.

Beide seien bei dem Unfall sehr schwer verletzt worden, so der Armee-Bericht. Gerüchte, Piestewa sei noch am Unfallort von Iraker getötet worden, dementierte das Pentagon. Beide Frauen seien in das Hospital in Nassirijah gebracht worden, wo Piestewa an ihren schweren Verletzungen starb.

«Lynch überlebte hauptsächlich aufgrund der medizinischen Aufmerksamkeit, die sie von den Irakern bekam», sagte eine ungenannte Quelle im Pentagon der «Washington Times».

Es war ein Kampf

Doch einen Kampf, so der Bericht, habe es definitiv gegeben. Der aus 13 Fahrzeugen bestehende Konvoi sei aus verschiedenen Richtungen beschossen worden und die Soldaten der Kompanie hätten zurückgefeuert. «Das war ein Kampf», so der Pentagon-Mitarbeiter. «Sie haben sich gewehrt.»

Die Truppe hatte sich verfahren und war statt zu einer amerikanischen Patriot-Einheit auf eine Gruppe irakischer Soldaten gestoßen.

Durch den Beschuss sei der Konvoi durcheinander geraten und der höchstrangige Soldat, First Sergeant Robert Dowdy habe wütend versucht, den Rückzug zu organisieren und die Soldaten zu motivieren. Er habe zwei Soldatinnen, deren Fahrzeug liegen geblieben war, mit in den Humvee genommen, in dem Lynch und Piestewa saßen. Er und die beiden Frauen starben bei dem Unfall.

Insgesamt 30 Soldaten fuhren in dem Konvoi, elf von ihnen wurden bei dem Angriff getötet, sechs gefangen genommen. (nz)

 
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