netzeitung.deUS-Armee hofft auf Festnahme Saddam Husseins

 Herausgeber: netzeitung.de

Die US-Armee in Irak sucht bei der ersten groß angelegten Aktion seit Ende des Krieges nach Anhängern des alten Regimes. Sei hoffen vor allem auf die Festnahme von Saddam Hussein. Thema: Suche nach Hussein Hintergrund: Saddam lebt weiter US-Armee startet Militäraktion gegen Iraker Berater von Hussein in der Wüste vermutet

Mit einer groß angelegten Razzia suchen die Besatzungstruppen in Irak seit dem Wochenende nach paramilitärischen Gruppen. Im Laufe der Aktionen habe die US-Armee 1300 Verdächtige festgenommen, tausende Maschinenpistolen und mehrere hundert Granaten beschlagnahmt und außerdem Geld im Wert von mehr als neun Millionen Dollar gefunden, wie Generalstabschef Richard Myers am Montag sagte.

Haupteinsatzgebiet der «Operation Sidewinder», die am Sonntag gestartet wurde, ist die Region um Husseins Heimatstadt Tikrit, die Gegend nördlich von Bagdad und die Region links und rechts des Tigris. In diesen Gegenden leben vor allem Sunniten, die in der Zeit Husseins die Machtpositionen im Land besetzt hatten. 26.000 Soldaten sind an der Durchsuchung beteiligt.

Bremer: Wir fangen Hussein
Der Zivilverwalter in Irak, Paul Bremer, sagte gegenüber CNN, man hoffe auch, den Verbleib Saddam Husseins aufklären zu können. «Ich denke, er ist immer noch am Leben. Und wir werden in schnappen, tot oder lebendig», sagte er. Es sei allerdings schwierig, ihn zu finden. «Irak ist groß. Saddam hatte 30 Jahre Zeit, um für sich sichere Plätze, Paläste und Tunnel zu bauen.»

Ziel der «Operation Klapperschlage» ist nach Angaben der US-Armee, die zunehmenden Angriffe zu verhindern, bei denen in der vergangenen Woche fast täglich US-Soldaten ums Leben kamen. So wurde in einem Ort 70 Kilometer nördlich der irakischen Hauptstadt wurde ein Mann verhaftet, der nach Militärangaben junge Kämpfer für Angriffe gegen US-Soldaten rekrutierte. In der Stadt Dodschima durchsuchten die Truppen mehrere Häuser, in denen sich Waffenlager befunden haben sollen.

Bremer sagte, solange die Anhänger von Hussein nicht gefasst seien, werde es weiter Angriffe geben. Deshalb werde man verstärkt gegne diese vorgehen. Seit Ende des Kämpfe sind mindestens 22 Besatzungssoldaten getötet worden. (nz)