Pentagon: Spekulationen der Medien schuld an falschen Lynch-Geschichten
20.05.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Und außerdem habe man zwei Tage vor der Befreiung versucht, Lynch mit einer Ambulanz wie vorher verabredet zu den Amerikanern zu bringen und sei dabei von US-Soldaten beschossen worden.
«Wir gehen kein unnötiges Risiko ein», so Whitman gegenüber CNN. «Wenn wir militärische Kräfte einsetzen, stellen wir sicher, dass wir die richtigen Ressourcen nutzen, die den Job erledigen können. Wir waren in der Lage sie rauszuholen ohne ein Leben dabei zu verlieren.»
Aus heutiger Sicht sei es unter Umständen möglich gewesen, einfach zum Krankenhaus zu fahren und Jessica Lynch herauszuholen, so Whitman. Doch zu dem entsprechenden Zeitpunkt sei das nicht bekannt gewesen. Wenn man dies gewusst hätte, hätte man wohl keine so aufwändige Operation gestartet. «Wir trachten nicht danach, es schwieriger, komplizierter zu machen.»
Zu der Geschichte mit der gescheiterten Übergabe per Ambulanz sagte Whitman nichts.
So habe das Pentagon niemals behauptet, dass die Einheiten bei dem Angriff auf das Hospital unter Feuer genommen worden seien, sagte Whitman. Man habe lediglich gemeldet, dass Einheiten, die die Aktion unterstützten, in der Nähe in ein Feuergefecht verwickelt waren.
Brigadegeneral Vincent Brooks hatte dagegen bei einer Pressekonferenz am 2. April zu der Aktion gesagt: «Dort gab es kein Feuergefecht innerhalb des Gebäudes, das versichere ich ihnen, aber es gab Gefechte außerhalb des Gebäudes, beim rein- und rausgehen.» (nz)

