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US-Medien zeigen keine Bilder von Gefangenen

23. Mrz 2003 23:27
Die Bilder von den gefangen genommenen und getöteten US-Soldaten sind am Sonntag um die Welt gegangen. Nur in den USA waren sie nicht zu sehen.

Thema: Krieg gegen den Irak
US-Fernsehsender haben am Sonntag auf die Ausstrahlung der Bilder von den am gleichen Tag gefangen genommenen und getöteten US-Soldaten verzichtet. Dies geschehe mit Rücksicht auf die Gefühle des Publikums, erklärten mehrere Anstalten übereinstimmen.

«Wir wollen unseren Zuschauern mitteilen, dass diese Bilder und die Interviews (mit den Kriegsgefangenen) extrem irritierend sind», sagte CNN-Moderator Wolf Blitzer. Ein MSNBC-Moderator sagte: «Es ist ein schreckliches Band. Wir werden das hier nicht bringen.» Auch der Sender Fox verzichtete auf die Ausstrahlung.

CNN teilte mit, man werde lediglich ein Standbild eines der getöteten Soldaten zeigen, auf dem dieser nicht identifiziert werden könne. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) kritisierte die Ausstrahlung der Gefangenen-Aufnahmen als Verstoß gegen Artikel 13 der Genfer Konvention von 1949. In diesem Sinne äußerten sich auch US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und US-Präsident George W. Bush.

Der katarische Fernsehsender Al Jazeera hat am Sonntag eine kurze Filmsequenz gesendet, in der gefangene und tote US-Soldaten zu sehen sind. Die Gefangenen werden nach ihrem Namen, Alter, Dienstgrad und Herkunftsort gefragt. Zudem werden sie gefragt, warum sie in den Krieg gezogen seien. Einige sind verwundet. Die Soldaten wirken verstört und ängstlich. (nz)

 
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