Kabel Deutschland baut auf VoIP26. Jul 2005 12:44Der TV-Netzbetreiber Kabel Deutschland will ab Herbst sein Internet-Telefonie-Angebot deutlich erweitern. VoIP-Dienste sollen in einigen Regionen flächendeckend angeboten werden.
Rheinland-Pfalz und das Saarland sind die ersten beiden Bundesländer, in denen die Kabel Deutschland GmbH (KDG) breite Internet-Telefonie-Angebote machen will. Zwischen August und Jahresanfang 2006 sollen dort die Kabelnetze so aufgerüstet werden, dass rund Dreiviertel aller Kunden die Dienste nutzen können.
Million Haushalte
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Bislang bietet die KDG den Internet-Zugang über das TV-Kabel, die Voraussetzung für VoIP, nur in neun deutschen Städten an - und dort auch nicht flächendeckend. Internet-Telefonie wird gar nur in zwei Testmärkten geboten. Bis 2006 sollen im Südwesten nun eine Million Haushalte Internet- und VoIP-fähig werden. Daneben werden weitere 15 deutsche Städte aufgerüstet, so Kabel Deutschland - darunter auch Berlin, Hamburg und München.
Die KDG will mit ihrem Angebot Telefonanschlüsse bei den Kunden überflüssig machen. Geschäftsführer Roland Steindorf spricht dabei von «Triple Play»: Neben dem gewohnten Fernsehsignal will man auch Internet und Telefonie ermöglichen.
Hohe Kosten
Deutschland liegt beim Ausbau der TV-Kabelnetze bislang deutlich zurück - in den USA ist der Internet-Zugang über Kabel bedeutsamer, als die hier zu Lande verbreitete DSL-Technik. Die Aufrüstung ist allerdings teuer: So wird Kabel Deutschland in Rheinland-Pfalz und im Saarland rund 30 Millionen Euro ausgeben. Über 10.000 so genannte Verstärkerpunkte müssten ausgebaut werden.
Kabel Deutschland wird seine Internet- und VoIP-Dienste auch in Regionen anbieten, in denen es bislang keine DSL-Versorgung gibt. Dazu gehören etwa mehrere Stadtteile in Saarbrücken und in Neuwied. Nicht angebunden wird die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz - hier hat der konkurrierende Kabelbetreiber Primacom eigene Angebote.
Für das Web ediert von Ben Schwan