netzeitung.deKabel Deutschland baut auf VoIP

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Der TV-Netzbetreiber Kabel Deutschland will ab Herbst sein Internet-Telefonie-Angebot deutlich erweitern. VoIP-Dienste sollen in einigen Regionen flächendeckend angeboten werden.

Rheinland-Pfalz und das Saarland sind die ersten beiden Bundesländer, in denen die Kabel Deutschland GmbH (KDG) breite Internet-Telefonie-Angebote machen will. Zwischen August und Jahresanfang 2006 sollen dort die Kabelnetze so aufgerüstet werden, dass rund Dreiviertel aller Kunden die Dienste nutzen können.

Million Haushalte
Bislang bietet die KDG den Internet-Zugang über das TV-Kabel, die Voraussetzung für VoIP, nur in neun deutschen Städten an - und dort auch nicht flächendeckend. Internet-Telefonie wird gar nur in zwei Testmärkten geboten. Bis 2006 sollen im Südwesten nun eine Million Haushalte Internet- und VoIP-fähig werden. Daneben werden weitere 15 deutsche Städte aufgerüstet, so Kabel Deutschland - darunter auch Berlin, Hamburg und München.

Die KDG will mit ihrem Angebot Telefonanschlüsse bei den Kunden überflüssig machen. Geschäftsführer Roland Steindorf spricht dabei von «Triple Play»: Neben dem gewohnten Fernsehsignal will man auch Internet und Telefonie ermöglichen.

Hohe Kosten
Deutschland liegt beim Ausbau der TV-Kabelnetze bislang deutlich zurück - in den USA ist der Internet-Zugang über Kabel bedeutsamer, als die hier zu Lande verbreitete DSL-Technik. Die Aufrüstung ist allerdings teuer: So wird Kabel Deutschland in Rheinland-Pfalz und im Saarland rund 30 Millionen Euro ausgeben. Über 10.000 so genannte Verstärkerpunkte müssten ausgebaut werden.

Kabel Deutschland wird seine Internet- und VoIP-Dienste auch in Regionen anbieten, in denen es bislang keine DSL-Versorgung gibt. Dazu gehören etwa mehrere Stadtteile in Saarbrücken und in Neuwied. Nicht angebunden wird die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz - hier hat der konkurrierende Kabelbetreiber Primacom eigene Angebote.


Für das Web ediert von Ben Schwan