netzeitung.deAmerikanischer VoIP-Markt wächst schnell

 Herausgeber: netzeitung.de

Einer aktuellen Studie zufolge wird das starke Wachstum im Internet-Telefonie-Markt in den USA anhalten. Bis 2010 werden Umsätze in Höhe von vier Milliarden Dollar erwartet.

Das Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Frost & Sullivan rechnet mit weiterem starken Wachstum beim US-VoIP-Geschäft. Bis 2010 werde der Endkundenmarkt um mehr als 1300 Prozent wachsen, so das Unternehmen in seiner aktuellen Studie «North American Residential VoIP Markets». Der Report beschäftigt sich mit der Nutzung der Internet-Telefonie durch Heimanwender.

Während 2004 erst 295,1 Millionen Dollar im nordamerikanischen VoIP-Markt umgesetzt wurden, soll der Markt bis 2010 auf 4,07 Millionen Dollar wachsen. Gleichzeitig erhöhe sich die Zahl der VoIP-Anschlüsse bei Heimanwendern von 1,5 Millionen auf 18 Millionen, so Frost & Sullivan.

Als Grund für die vorhergesagte schnelle Marktdurchdringung nennt Frost & Sullivan die zunehmende Verfügbarkeit günstiger Breitbandanschlüsse. Zudem würden die VoIP-Dienste immer günstiger. «Wer eine zweite Leitung braucht, ersetzt diese künftig vor allem durch Handys oder eben VoIP», so Frost & Sullivan-Analystin Lynda Starr. Zusätzliche Funktionen und die einfache Benutzbarkeit bei geringeren Kosten sprächen für die Internet-Telefonie.

Frost & Sullivan glaubt, dass insbesondere die lokalen Telefongesellschaften das VoIP-Wachstum zu spüren bekommen werden - bereits jetzt hätten sie 15 Millionen Zugangsleitungen an DSL- und Kabel-Anbieter verloren. Damit sich VoIP wirklich durchsetzen kann, müssten die Internet-Telefonie-Anbieter aber weiter auf Qualität und Zusatzfunktionen setzen, so die Frost & Sullivan-Studie.


Für das Web ediert von Ben Schwan