netzeitung.deLücke in VoIP-Telefonen

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Ein Sicherheitsproblem bei mehreren VoIP-Telefonen kann dazu genutzt werden, so genannte Denial-of-Service-Angriffe gegen Internet-Server auszuführen. Mindestens drei Geräte sind betroffen.

Zwei Internet-Telefone des Anbieters Cisco sowie ein Gerät des Herstellers Grandstream enthalten eine Sicherheitslücke, die für Internet-Attacken genutzt werden könnte.

«DoS»-Attacke
Das vom deutschen Sicherheitsexperten Tobias Glemser entdeckte Problem betrifft die Handhabung so genannter SIP-Status-Botschaften. Über diese wird unter anderem kommuniziert, das ein Anruf ankommt oder eine Verbindung aufgebaut werden soll.

Die Cisco-VoIP-Geräte 7940 und 7960 sowie das beliebte Grandstream BT 100-Internet-Telefon überprüfen diese Status-Botschaften laut Glemser nicht korrekt, so dass auch gefälschte SIP-Meldungen angenommen werden. Angreifer könnten darüber dann so genannte «Denial of Service»-Attacken («DoS») gegen Internet-Server starten. Damit ließen sich dann theoretisch auch VoIP-Netze lahmlegen.

Noch keine Abhilfe
Laut einer Mitteilung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) könnten auch weitere Geräte betroffen sein. Bislang liegen noch keine Reaktionen von Cisco und Grandstream vor - das Sicherheitsproblem dürfte sich aber durch Firmware-Updates für die Telefone beheben lassen.

Das neue Sicherheitsleck in den VoIP-Geräten ist nicht das erste seiner Art - kürzlich wurde bereits ein Problem in Cisco-Internet-Telefonen entdeckt. Sicherheitsexperten warnen bereits seit längerem vor möglichen Schwachstellen in der Internet-Telefonie - eine eigene IT-Sicherheitsorganisation von Herstellern und Anbietern, die VoIPSA, versucht, diese zu begrenzen.


Für das Web ediert von Ben Schwan