Prominente spenden für Hurrikan-Opfer
05.09.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Harry Connick jr. spielte bei Larry King für die Flutopfer
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Zahlreiche US-Promis engagieren sich für die Hurrikan-Opfer, andere legen sich lieber heftig mit Präsident Bush an. Unterstützung bekommt der nun von Arnold Schwarzenegger.
Autor John Grisham hat fünf Millionen aus seinem Privatvermögen gespendet, Sängerin Macy Gray tat Dienst in einem Flüchtlingslager in Texas und Schauspieler Sean Penn suchte gar per Boot Vermisste in den Überschwemmungsgebieten von New Orleans. Per Spendenhotline baten auch die Hollywoodstars Leonardo DiCaprio und Lindsay Lohan um Geld für die Opfer von Hurrikan «Katrina». Jerry Lewis gelang es, bei einer Fernsehsendung in der Nacht zum Montag Spenden in Höhe von drei Millionen Dollar einzutreiben.
Schelte für NBCDas Geld soll außer den Notleidenden in New Orleans aber auch Kindern mit der Muskeldystrophie-Krankheit zu Gute kommen. Für sie setzt sich Lewis seit Jahrzehnten ein. Wie das Geld verteilt wird, steht noch nicht fest. Während die einen Geld sammeln, schießen sich die anderen unterdessen auf US-Präsident George W. Bush ein. Die harsche Attacke von Rap-Star Kanye West («George W. Bush kümmert sich nicht um Schwarze»), die der Sender NBC aus der Aufzeichnung einer Benefizshow geschnitten hatte, sorgt derweil weiter für Aufregung. Die «Los Angeles Times» empörte sich am Montag über die Zensur des Senders und lobte Kanye Wests Bush-Schelte als «den einzigen bewegenden und wichtigen Moment der ansonsten sterilen» Sendung.
Brosnan will AntwortenZuvor hatte schon der ehemalige James-Bond-Darsteller Pierce Brosnan die verschleppten Rettungsmaßnahmen kritisiert. «Der Mann, der Präsident Bush genannt wird, ist eine Menge Antworten schuldig. Ich weiß nicht, ob dieser Mann wirklich für Amerika Sorge trägt», sagte Brosnan, der in den USA lebt. Dagegen sprang der frühere Schauspieler und jetzige Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, seinem Parteifreund Bush zur Seite. «Bei jedem Desaster beschweren sich die Leute, dass die Hilfe nicht schnell genug kam», sagte er. «Es braucht einfach Zeit, richtig zu reagieren.»
Noch mehr ShowsFür diesen Freitag planen CBS, ABC und Fox eine gemeinsame werbefreie Show für «Katrina-Opfer» mit vielen Prominenten. Durch die Sendung «Shelter from the Storm» (Zuflucht vor dem Sturm) soll die in New Orleans geborene Entertainerin Ellen DeGeneres führen. Am gleichen Abend sendet der Kabelsender BET ein Programm mit Jay-Z, Diddy, Master P und Juvenile sowie dem Mississippi-Rapper David Banner und dem Jazz-Virtuosen Wynton Marsalis. Für eine Benefizshow auf den Sendern MTV, VH1 und CMT am Samstag haben sich Green Day, Ludacris, Gretchen Wilson, Usher, Alicia Keys und John Mellencamp angesagt. (nz)