Zoo von New Orleans hatte einen Notfallplan
05. Sep 2005 12:30
 |  Internet-Seite des Zoos in New Orleans | | Foto: Screenshot: nz |
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Der Audubon Zoo in New Orleans hat Hurrikan «Katrina» vergleichsweise unbeschadet überstanden. Die Zoo-Leitung war auf Hurrikane eingestellt. Fast alle Tiere überlebten. Ein Alligator gilt als vermisst.
Der Zoo von New Orleans ist auf einen Hurrikan besser vorbereitet gewesen als der Rest der Stadt. Von rund 1400 Tieren starben nur drei durch «Katrina», berichtet die «Los Angeles Times». Der Audubon Zoo entging einer Überflutung durch seine relativ hohe Lage, profitierte aber auch durch einen Katastrophenplan, der in den frühen 90er Jahren erarbeitet wurde.
«Wir sind hier auf uns gestellt, und das wissen wir», sagte Zoo-Direkto Dan Maloney dem «Arizona Daily Star». «Wir haben versucht, das Unplanbare zu planen.»«Katrinas» Opfer sind zwei Otter und ein Waschbär – paradoxerweise Tiere, die das Wasser lieben – starben, als «Katrina» den Zoo verwüstete, sagte Maloney. Mehrere Tiere waren nach dem Sturm verschwunden, wurden dann aber wieder gefunden. Nur ein Alligator fehlt noch. Auch wenn umgestürzte Palmen, Eukalyptus-Bäume und Weiden nach dem Hurrikan beiseite geräumt werden mussten – die Käfige und Gehege hielten stand. Zwölf statt der üblichen 200 Mitarbeiter kümmern sich zurzeit um die Tiere.
Hubschrauber zu laut Jetzt sorgt sich Maloney wegen tief fliegender Hubschrauber um seine Tiere. Der Lärm mache sie nervös; zwei asiatische Elefanten seien vor Schreck in eine Mauer gerannt, sagte der Direktor. 1992 hatte der Hurrikan «Andrews» den Metrozoo in Miami zerstört. Danach habe man für New Orleans einen Plan entwickelt, um so etwas für den Audubon Zoo zu verhindern, sagte Maloney. So seien zum Beispiel die Gehege verstärkt, Notrationen angelegt und Generatoren angeschafft worden, um Futter für zwei Wochen gekühlt lagern zu können. Aus Baton Rouge ist Nachschub angekündigt, Wasser wird rationiert.
Ein Drittel der Fische gestorben Anders sieht es im Aquarium von New Orleans aus. Mehr als ein Drittel der rund 4000 Fische seien gestorben, weil es keinen Strom gibt, um das Wasser mit Sauerstoff anzureichern, berichten Medien. Die Angestellten mussten in der vergangenen Woche das Aquarium verlassen, nachdem es in der Gegend zu Gewalttaten gekommen war, berichtet die «Houston Chronicle» (nz)
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