netzeitung.deBürgermeister wirft Bush Untätigkeit vor

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Hurrikan-Opfer leiden unter Versorgungsengpässen (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Hurrikan-Opfer leiden unter Versorgungsengpässen
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Behörden von New Orleans kritisieren das Katastrophen-Management der Regierung in Washington. Statt den Menschen zu helfen, hielten Beamte Pressekonferenzen, sagte Bürgermeister Nagin.

Die Behörden in der vom Hurrikan «Katrina» zerstörten Stadt New Orleans haben der Regierung von Präsident George W. Bush zögerliches Handeln vorgeworfen.

Die Regierung verliere Zeit mit Pressekonferenzen, während in der Stadt Menschen sterben würden, sagte Bürgermeister Ray Nagin dem Radiosender WWL. «Ich brauche Polizeiverstärkung, ich brauche Truppen, ich brauche Busse.»

Es werde viel zu lange über den möglichen Einsatz von Schulbussen beraten. Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe müssten unverzüglich sämtliche Busse im Land bereitgestellt werden, so Nagin. «Jemand muss sich verdammt noch mal ins Flugzeug setzen und herkommen und diese Fragen auf der Stelle lösen.»

Ein Vertreter des städtischen Büros für Nothilfe sagte der «New York Times», dass Überlebende des Hurrikans seit drei oder vier Tagen nichts mehr gegessen und getrunken hätten.

Diese Zustände seien mit nichts zu entschuldigen, wird Joseph W. Matthews zitiert. In der Stadt hätten jetzt Verbrecher das Kommando, beklagte er.

Das Weiße Haus hatte zuvor angekündigt, dass Bush im Laufe des Tages die Hurrikan-Gebiete besuchen werde. Vertreter der Regierung sagten, weitere Hilfe sei bereits auf dem Weg.

In New Orleans warten noch zehntausende Menschen auf Rettung. In den Straßen sammeln sich immer mehr Abfälle und Fäkalien. (nz)