Heiligendamm ist abgeschnitten
30.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Der 2,50 Meter hohe Zaun ist das deutlichste äußere Zeichen des Gipfels, er hatte wegen der hohen Kosten von 12,5 Millionen Euro zu heftigen Diskussionen geführt. Zum Zaun - im Polizeijargon technische Sperre genannt - gehören ein 50 Zentimeter in die Tiefe reichender Unterkriechschutz und ein oben liegender Stacheldraht. Er ist mit Kameras und Bewegungsmeldern ausgerüstet.
Der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier, verteidigte die scharfen Sicherheitsmaßnahmen. Die Gipfelteilnehmer zählten zu den am meisten gefährdeten Personen, sagte der CDU-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Das Treffen sei das erste in Deutschland nach den Anschlägen vom 11. September 2001. «Insofern sind die Sicherheitsanforderungen wesentlich gestiegen.»
Nur 24 Prozent äußerten sich optimistisch. Insgesamt 55 Prozent der 1002 Befragten halten den G8-Gipfel grundsätzlich für wertvoll - 41 Prozent fänden, man könne auf die große Show in Heiligendamm ebenso gut verzichten. Merkel wurde von 81 Prozent der Befragten gelobt - quer durch alle Altersgruppen und Parteien. Unter den CDU-Anhängern äußerten sich demnach 92 Prozent positiv, unter den SPD-Anhängern noch 82 Prozent und bei den Anhängen der Linkspartei immerhin noch 71 Prozent. (dpa/AP)

