30. Mai 2007 08:20
Der Zaun rund um das Ostseebad Heiligendamm ist in Betrieb genommen worden. Nur noch über zwei Kontrollstellen können Anwohner den Ort des G8-Gipfels betreten oder verlassen.
Dieser Personenkreis war in den vergangenen Wochen registriert und mit Sonderausweisen ausgestattet worden. Der Zaun wird einen Tag nach Ende des Gipfels wieder geöffnet. Die Bewohner der Region müssen nun teilweise erhebliche Umwege fahren.Der 2,50 Meter hohe Zaun ist das deutlichste äußere Zeichen des Gipfels, er hatte wegen der hohen Kosten von 12,5 Millionen Euro zu heftigen Diskussionen geführt. Zum Zaun - im Polizeijargon technische Sperre genannt - gehören ein 50 Zentimeter in die Tiefe reichender Unterkriechschutz und ein oben liegender Stacheldraht. Er ist mit Kameras und Bewegungsmeldern ausgerüstet.
Der Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier, verteidigte die scharfen Sicherheitsmaßnahmen. Die Gipfelteilnehmer zählten zu den am meisten gefährdeten Personen, sagte der CDU-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Das Treffen sei das erste in Deutschland nach den Anschlägen vom 11. September 2001. «Insofern sind die Sicherheitsanforderungen wesentlich gestiegen.»