06.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Südkoreas Handelsminister Kim mit EU-Kommissar Mandelsohn
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Europäische Union und Südkorea wollen ihre Handelskontakte vertiefen. Die erste Gesprächsrunde soll am Montag beginnen.
EU-Handelskommissar Peter Mandelson und der südkoreanische Handelsminister Kim Hyun Chong haben am Sonntag in Seoul offiziell den Beginn der seit langem geplanten Gespräche über ein umfassendes Freihandelsabkommen (FHA) angekündigt.
Beide Seiten äußerten sich überzeugt, dass die Liberalisierung des Handels und der Investitionen zur Stärkung des multilateralen Handelssystems betragen werden. «Ich sehe jedes bilaterale Abkommen als Ergänzung zur Doha-Entwicklungsrunde, nicht als Alternative dazu,» sagte Mandelson in Anspielung an die stockenden Welthandelsgespräche. Die Doha-Runde habe für Union nach wie vor Vorrang, weil sie auch Vorteile für den Handel der EU und Südkorea verschaffe.
Einigung mit USA vor einem MonatDie erste Gesprächsrunde zwischen Vertretern der EU und Südkoreas ist für Montag bis Freitag in Seoul geplant. Die Ankündigung folgte der Einigung auf einen weit reichenden Freihandelspakt zwischen Südkorea und den USA vor knapp einem Monat.
Für die USA ist es das größte FHA seit der Errichtung der Nordamerikanischen Freihandelszone (Nafta) im Jahr 1994. Ein Abkommen mit der EU werde eine «ausgezeichnete Gelegenheit» für Südkorea sein, ein Zentrum des Freihandels in Ostasien zu werden, das Europa, Asien und die USA verbinde, sagte Kim.
Nach südkoreanischen Angaben werden in diesem Jahr voraussichtlich fünf bis sechs Verhandlungsrunden mit der EU mit dem Ziel stattfinden, die Gespräche sobald wie möglich abzuschließen. (dpa)