netzeitung.deSteinbrück zweifelt an Einigung in Doha-Runde

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Blickt skeptisch auf Doha: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Blickt skeptisch auf Doha: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück
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Trotz aller Schwierigkeiten äußerten die Beteiligten an den Welthandels- Gesprächen bislang offiziell die Hoffnung auf eine gute Lösung. Doch jetzt gab sich Peer Steinbrück sehr skeptisch.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) sieht die Chancen für einen erfolgreichen Abschluss der Welthandelsgespräche schwinden. «Ich bin nach meinen Gesprächen in Washington zunehmend pessimistisch», sagte Steinbrück am Freitag in New York.

Er hatte in der amerikanischen Hauptstadt mit US-Senatoren und -Kongressabgeordneten über die so genannte Doha-Runde zur weiteren Liberalisierung des Welthandels gesprochen. Der hohe Druck der US- Lobbyverbände sei zu spüren, äußerte Steinbrück bei einem Treffen mit Spitzenmanagern der US-Investmentbank Merrill Lynch.

Streitpunkt Agrarbeihilfen
Die bereits 2001 begonnenen Verhandlungen zur Doha-Runde der Welthandelsorganisation (WTO) sind zwischen den USA, Europa sowie den wichtigen Entwicklungsländern festgefahren. Sie soll neben dem Handel mit landwirtschaftlichen Produkten auch den freieren Austausch anderer Güter und Dienstleistungen ermöglichen.

Allerdings sind die Agrarsubventionen der EU und der USA vor allem für die Schwellen- und Entwicklungsländer ein Knackpunkt und belasten die Beratungen. Die Industrieländer beklagen sich wiederum über abgeschottete Märkte. Die Finanzminister der sieben führenden Industrienationen (G7) hatten Anfang Februar auf ihrem Treffen in Essen eine rasche Wiederaufnahme der Verhandlungen gefordert. (dpa)