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Merkel will G8 auf Klimaschutz einschwören

13. Feb 2007 21:25
Bundeskanzlerin Merkel mit ihrem Gast, dem britischen Premier Blair
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Vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm will Bundeskanzlerin Merkel mit den Teilnehmern über Maßnahmen gegen den Klimawandel beraten. Ziel sei eine «ambitionierte» Position.

Bis zum Sommer will Bundeskanzlerin Angela Merkel auch in der G8-Gruppe eine «ambitionierte» Vereinbarung zum Klimaschutz durchsetzen. Dazu solle vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm im Juni eine Vorbereitungskonferenz einberufen werden, kündigte die Kanzlerin am Dienstagabend nach einem Treffen mit dem britischen Premierminister Tony Blair in Berlin an.

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Auf dem Treffen im Mai sollen laut Merkel technische Fragen vorgeklärt werden, damit in Heiligendamm eine politische Festlegung möglich werde. Ziel sei eine «ambitionierte Position».

Festgelegt werden müsse innerhalb der G8, zu welchem Reduktionsziel man sich bekenne, sagte sie. Die Vorgabe, dass sich die Erde bis 2100 nicht mehr als zwei Grad aufheizen solle, sei ein von Wissenschaftlern vorgegebenes, sinnvolles Ziel.

Darüber hinaus dringt Merkel auf ein internationales Handelssystem für Kohlendioxid. Geklärt werden müsse auch, wie Klimaschutz-Technologie an Schwellenländer weitergegeben werden könne, so die Kanzlerin. Die großen Schwellenländer Indien, China, Mexiko, Brasilien und Südafrika sollten hier beteiligt werden.

«Wir glauben, dass hier die Stunde gekommen ist, dass wir beim Klimawandel die richtigen Maßnahmen ergreifen», sagte Merkel. «Wir halten dies für eine der großen Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht.»

«Es gibt keine größere Herausforderung»

Blair pflichtete bei. «Dies ist ein entscheidender Moment», sagte der britische Regierungschef. «Es gibt keine größere Herausforderung.» Immer mehr Menschen setzten sich dafür ein, hier gegenzusteuern und etwas zu tun.

Aber ein internationales Abkommen für die Zeit nach Ablauf des Kyoto-Protokolls 2012 sei sehr schwer zu erreichen. Es müsse auf jeden Fall auch die großen Emittenten USA und China einbeziehen, sagte Blair. (nz/dpa)

 
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