Putin findet Gas-Opec «interessante Idee»
Putin wies zugleich Vorwürfe zurück, Russland setze seinen Öl- und Gasreichtum als politische Waffe ein. Russland werde stets vorgeworfen, «seine alten und neuen wirtschaftlichen Leistungen zu benutzen, um außenpolitische Ziele zu erreichen. Dem ist nicht so.»
Mit Blick auf Europa sagte Putin, es beunruhige ihn nicht, wenn die EU über eine Diversifizierung ihrer Energielieferanten nachdenke. «Aber wenn wir das hören, müssen wir auch überlegen, wohin wir unsere Produkte verkaufen können», sagte der Präsident. Russland baut derzeit mehrere neue Pipelines, darunter auch eine erste in Richtung Osten zur Versorgung Chinas und anderer asiatischer Länder.
Bei der Wahl im März 2008 werde es keinen Nachfolger geben, sondern Kandidaten für die Präsidentschaft, versicherte Putin. Nach Einschätzung von Beobachtern favorisiert der Kreml den stellvertretenden Ministerpräsidenten Dimitri Medwedew und Verteidigungsminister Sergej Iwanow als mögliche Nachfolger. Putin sagte jedoch, die Regierung müsse für einen demokratischen Wahlkampf sorgen. Er behalte sich das Recht vor, seine Präferenz bekannt zu machen, doch das wäre auf die Zeit vor der Wahl beschränkt. (nz)

