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Neue Spur zum Genreis- Ursprung

01. Sep 2006 19:14
Reispflanzen.
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Bevor US-Reis in der EU auf den Markt kommt, muss er einen Gentest bestehen. Umweltschützer verlangen von Bayer, die Tests zu bezahlen.

Bei der Suche nach den Quellen für gentechnische Verunreinigungen in US-Langkornreis gibt es eine neue Spur: Die Louisiana State University berichtete in Crowley, Tests hätten in einer Saatgutprobe der Universität aus dem Jahr 2003 Spuren der gentechnisch veränderten Sorte gefunden. Die Hochschule hatte von 1999 bis 2001 mit der Bayer-Tochter CropScience gemeinsam Tests durchgeführt.

In der vergangenen Woche hatte die Europäische Union den Import von gentechnisch verändertem Reis aus den Vereinigten Staaten verboten. Bevor Reis eingeführt wird, muss nun getestet werden, ob er gentechnisch verunreinigt ist oder nicht.

Importstopp verhängt

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Damit hatte Brüssel auf einen Fund der Bayer-Tochter reagiert. Der Saarguthersteller hatten in Proben von herkömmlichem Reis nicht zugelassene gentechnische Spuren entdeckt. Wie sie dort hingelangt sind, ist bisher unklar. Langkornreis mit gentechnisch veränderten Proteinen sei auch nach Europa geliefert worden, hieß es. Ein Viertel aller Reisimporte nach Deutschland stammen aus den USA.

Der Importstopp soll zunächst für sechs Monate gelten. Für die Kontrollen der Reiseinfuhren sind die Mitgliedstaaten der EU verantwortlich. Diese sollten auch Produkte kontrollieren, die bereits auf dem Markt sind. «Wir können nicht ausschließen, dass sich verunreinigte Produkte auf dem Markt befinden», sagte Kommissionssprecher.

«Keine Flexibilität»

Sowohl die Louisiana State University als auch Bayer betonten, durch die Reissorte bestünden keine Gefahren für Umwelt oder Gesundheit. Das hätten US- Landwirtschaftsministerium und Lebensmittelbehörde bestätigt. In der EU seien bereits Produkte zugelassen, die dasselbe Protein enthielten.

In der EU ist derzeit aber keine gentechnisch veränderte Reissorte zugelassen. Es gebe in der Union eine strikte Gesetzgebung für gentechnisch veränderte Produkte, sagte EU- Verbraucherkommissar Markus Kyprianou. Es sei eine umfangreiche Genehmigungsprozedur erforderlich. «Es gibt keine Flexibilität bei ungenehmigten gentechnisch veränderten Organismen», sagte der Kommissar.

Umweltschützer forderten, Bayer müsse als Urheber des gentechnisch veränderten Materials die angeordneten Tests bezahlen. Jeder einzelne könne mehr als 200 Euro kosten, so der Umweltverband Friends of the Earth. Diese Kosten sollten nicht die EU-Staaten und damit die Steuerzahler, sondern der verantwortliche Saatgut- Anbieter zahlen.

Klagen eingereicht

Bayer Crop Science betonte, dass der Reis nie vermarktet wurde, sondern zu Forschungszwecken angebaut wurde. Die Sorte sei entwickelt worden, um die Pflanzen unempfindlich gegen ein Unkraut- Vernichtungsmittel zu machen, so dass das Mittel gegen Unkraut gesprüht werden kann ohne die Reispflanzen zu schädigen.

In den USA haben mehrere Reisbauern die Bayer-Tochter auf Entschädigung für Exportverluste verklagt. (nz)

 
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