Oligarch kauft russischen «Kommersant»
31.08.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Damit wäre er näher an der zuletzt vom vormaligen Eigner Badri Patarkazischwili öffentlich geforderten Summe. Er hatte seine Verkaufsabsicht bereits im Frühjahr öffentlich gemacht in Russland befindet er sich bereits seit längerem nicht mehr: Der gebürtige Georgier wird per Haftbefehl gesucht und ist in sein Heimatland zurückgekehrt.
Die «Kommersant»-Gruppe, die neben dem namensgleichen Wirtschaftsblatt einige Magazine herausgibt, hatte Patarkazischwili von seinem Freund Boris Beresowski übernommen. Der war bereits zuvor unter dem Druck des russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Großbritannien ausgewichen.
Damit hat Präsident Putin eine weitere Medienstimme einer engeren Kontrolle durch den Kreml unterworfen wenn auch anderen Gasprom-Töchtern wie dem Radio-Sender Echo Moskau oder der Zeitung «Iswestija» zuletzt mehr Spielraum gelassen worden war. Der neue Eigner Usmanow versicherte, er werde sich nicht in redaktionelle Belange des «Kommersant» einmischen. Er betonte, es habe ihn «niemand gebeten, den Verlag zu kaufen» räumte aber zugleich ein, er hätte das Geschäft niemals «gegen den Willen der Staatsmacht» gemacht.

