100-Dollar-Laptop für Kids:
MIT präsentiert Entwicklungshilfe-Laptop
16.11.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Die Kurbel am Prototypen ist noch nicht in der Lage, Strom zu erzeugen, wie es bei der endgültigen Version der Fall sein soll. Auch der Bildschirm des Gerätes muss noch entwickelt werden, weil die derzeit verfügbaren Displays für den Billig-Laptop zu teuer sind. Doch die restlichen Teile des Gerätes funktionieren bereits: Die preiswerten Bauteile kosten nicht viel mehr als 50 Dollar, das installierte Open-Source-Betriebssystem Linux ist kostenlos. Die Computer sind sogar in der Lage, per WLAN ins Internet zu gehen und gemeinsam ein Netzwerk zu bilden.
Seymour Papert, emeritierter Professor des MIT, geht sogar davon aus, dass die 100-Dollar-Computer die Gewalt verringern und Kindern und Jugendlichen in Entwicklungsländern Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben.
Andere Kritiker argumentieren, das Konzept sei zu sehr an westlichen Standards orientiert. So gebe es in den meisten Entwicklungsländern überhaupt keine verfügbaren Internet-Zugänge. Zudem bestehe die Gefahr, dass die Geräte letztlich nicht in die Hände der Kinder gelangten, sondern von Erwachsenen weiterverkauft würden.
Die Produktion der 100-Dollar-Geräte soll nach den Plänen des MIT schon Ende 2006 beginnen. Zunächst sollen in China sechs Millionen Stück produziert werden - finanziell unterstützt von AMD, Google, News Corporation und einigen anderen Firmen.
Negroponte hofft, damit ein Stück weit helfen zu können. «Ich hoffe, dass das erste englische Wort, das sie schreiben, 'Google' sein wird», sagt er.
Für das Web ediert von Peter Schink

