06.09.2005
Herausgeber: netzeitung.de
UN-Umweltchef Klaus Töpfer
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
UN-Umweltchef Töpfer fordert angesichts der internationalen Auswirkungen der Hurrikan-Katastrophe in den USA mehr Unabhängigkeit vom Energieträger Erdöl. Töpfer sieht den Ölpreis dauerhaft auf hohem Niveau.
Der Chef der Umweltbehörde der Vereinten Nationen, Klaus Töpfer, hat nach der Hurrikan-Katastrophe in den USA eine Wende in der globalen Energiepolitik gefordert. «Wir müssen unabhängiger vom Öl werden», sagte Töpfer der «Berliner Zeitung». Das sei wirtschaftlich und umweltpolitisch eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft.
Billiges Öl «wird es nicht mehr geben»«Eine signifikante Senkung der Rohölpreise wird es nicht mehr geben», sagte Töpfer. Der Wirbelsturm in den USA habe gezeigt, dass die Situation auf den weltweiten Energiemärkten sehr schnell eskalieren könne.
Als Konsequenz verlangte Töpfer unter anderem den Ausbau erneuerbarer Energien, effizientere Kraftwerke, sparsamere Kraftfahrzeuge, neue Treibstoffe sowie verstärkte Anstrengungen beim Energiesparen. Umweltpolitiker und Wissenschaftler hätten seit langem auf die Gefahren des Klimawandels hingewiesen.
«Jetzt wird der dramatische Zwang zum Handel jedem sichtbar. Wir sollten nicht bis zu den nächsten Katastrophen warten», forderte Töpfer vor dem Hintergrund zunehmender Wetterextreme. Der UN-Umweltchef appellierte auch an Deutschland, seine Anstrengungen zum Klimaschutz zu verstärken. (nz)