EU erwägt höhere Importquoten für Textilien aus China
Nach Schätzungen des Branchenverbandes können rund 22 Millionen Kleidungsstücke europaweit nicht importiert werden. Allein auf die deutsche Modebranche entfallen dabei etwa zehn Millionen Teile. Der Verband kritisierte, dass sich die Branche auf die Veränderungen nicht habe einstellen können. Die jetzt betroffenen Lieferungen stammten aus Verträgen, die lange vor den Einfuhrbeschränkungen «im Vertrauen auf die Quotenfreiheit» abgeschlossen worden seien.
Besonders schwer betroffen seien die Modeunternehmen Esprit, Tom Tailor und Gerry Weber, hieß es weiter. Es gehe bei seinem Konzern um eine Summe von 25 Millionen Euro, zitierte das Wochenmagazin «Zeit» den Vorstandsvorsitzenden Gerhard Weber. Von dem Verbot seien etwa 300.000 Pullover betroffen, die man bezahlen müsse, aber nicht weiterverkaufen dürfe. Nun drohten dem westfälischen Unternehmen Schadenersatzklagen von Einzelhändlern, da es seine Lieferverpflichtungen nicht erfüllen könne. (nz)

