US-Stahlimporte nach Japan werden teurer
01.08.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Die USA haben die Abgaben auf Stahlimporte aus Japan, Brasilien und anderen Ländern bereits 19999 mit der Begründung eingeführt, diese Staaten verkauften ihre Produkte zu unfairen Niedrigstpreisen. Problematisch an dem Vorgehen der USA ist insbesondere, dass Washington auf Basis des so genannten Byrd-Amendment die Einnahmen aus den Antidumping-Zöllen direkt an das jeweils klagende US-Unternehmen fließen lassen kann.
Die neuen Zölle, die Japan von September an erhebt, sollen im ersten Jahr ein Volumen von 5,58 Milliarden Yen (40,83 Millionen Euro) haben, wie ein Sprecher des Finanzministeriums in Tokio sagte. Die Zölle würden jährlich neu berechnet. Sie sollen solange in Kraft bleiben, wie Washington an dem Byrd-Amendment festhält. Auch die EU und Kanada haben US-Produkte mit einem Strafzoll in Höhe von 15 Prozent belegt. (nz)

