26.07.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Chinesinen bei der Arbeit
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
China schafft Ausfuhrzölle auf bestimmte Textilien, die in die EU gehen, wieder ab. Die Brüsseler Kommission hält solche Zölle auch nicht mehr für notwendig.
Nach der Einführung von Auflagen in Europa für den Import von chinesischen Textilien hat China Zölle auf Exporte von Bekleidung in die EU wieder gestrichen. Die Zölle auf 17 Textiliensorten würden abgeschafft, teilte das chinesische Finanzministerium am Montag in Peking mit. Dazu zählten Baumwollhemden, Wollhosen und Wollröcke. Die neue Regelung soll am 1. August in Kraft treten.
EU: Exportzölle nicht mehr notwendigIm Januar hatte China Exportzölle in 148 Textilkategorien eingeführt und im Mai drastisch erhöht, um der EU und den USA zuvorzukommen, die ihrerseits Importbeschränkungen angedroht hatten, um der drohenden Flut von Textilien aus der Volksrepublik Herr zu werden. Hintergrund sind die zum 1. Januar weggefallenen weltweiten Handelsquoten für Textilien und Bekleidung.
Die Abschaffung der 17 Exportzollsätze war erwartet worden. Eine Sprecherin der EU sagte, die Zölle seien nach einer Einigung mit China vom Juni nicht mehr notwendig. Am 10. Juni hatten die EU und China ihren Textilstreit beigelegt und eine Übergangslösung bis 2008 beschlossen. Demnach werden die Importe in zehn Produktkategorien in die EU mit Einfuhrquoten zwischen 8,5 und zwölf Prozent beschränkt.
Pulli-Kontingent schon ausgeschöpftAuch die USA hatten Beschränkungen für chinesische Bekleidungsimporte eingeführt, um die eigene Textilindustrie zu schützen. Die chinesischen Textilexporte stiegen nach Angaben des Pekinger Handelsministeriums im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf 50,35 Milliarden Dollar. Die Ausfuhren in die EU stiegen demnach um 57 Prozent, die in die USA sogar um 76 Prozent. Nach Zahlen der EU sind die Textileinfuhren aus China in die EU in den ersten vier Monaten dieses Jahres um 187 Prozent gestiegen.
Das im Juni vereinbarte EU-Importkontingent für Pullover aus China ist inzwischen schon ausgeschöpft. Die EU-Kommission will für dieses Jahr in dieser Sparte keine Einfuhrlizenzen mehr vergeben. In den neun anderen Kategorien, darunter sind T-Shirts oder Büstenhalter, sind die vereinbarten Mengen für die EU bisher nicht erreicht worden. (nz)