netzeitung.deWTO will Streit Boeing-Airbus schlichten

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Airbus-Mitarbeiter verladen in Hamburg die Cockpitsektion des neuen Airbus A380. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Airbus-Mitarbeiter verladen in Hamburg die Cockpitsektion des neuen Airbus A380.
Foto: dpa
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USA und EU werfen sich gegenseitig vor, ihre größten Flugzeughersteller unfair zu subventionieren. Nun schaltet sich die Welthandelsorganisation in den Streit ein.

Im Streit um Subventionen für den amerikanischen Flugzeughersteller Boeing und die zum europäischen EADS-Konzern
gehörende Airbus hat die Welthandelsorganisation WTO beschlossen, zwei Schiedsgerichte einzurichten. Damit sei die Organisation Anträgen der USA und der Europäischen Union nachgekommen, sagte eine WTO-Sprecherin am Mittwoch in Genf.

EU und USA werfen sich gegenseitig vor, die heimischen Flugzeughersteller mit illegalen Subventionen zu unterstützen und haben die jeweils andere Seite vor der WTO verklagt. Die beiden Sonderausschüsse sollen die Vorwürfe nun überprüfen.

Langes Verfahren erwartet
Brüssel und Washington hatten zuvor vergeblich versucht, den Streit beizulegen. Beide Seiten konnten sich aber nicht auf geringere Subventionen verständigen. USA und EU machten sich dafür gegenseitig verantwortlich, gaben sich aber gesprächsbereit.

In den kommenden 30 Tagen sollen die Mitglieder der Schiedsgerichte bestimmt werden. Danach nehmen die Gremien die Gespräche auf. Wie lange diese dauern werden, ist unklar. Agenturberichten zufolge könnte sich der Streit zum teuersten und spektakulärsten in der WTO-Geschichte werden. «Dieser Fall wird der komplizierteste, den die WTO je zu behandeln hatte», sagte ein Sprecher der EU-Delegation. (nz)