netzeitung.deWTO-Generaldirektor besorgt über Doha-Verhandlungen

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WTO-Generaldirektor Supachai Panitchpakdi (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe WTO-Generaldirektor Supachai Panitchpakdi
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Die Verhandlungen über die Liberalisierung des Welthandels sind nach Worten von WTO-Chef Supachai festgefahren. In WTO-Kreisen war von pessimistischer Stimmung die Rede. Stichwort: Doha-Runde In Doha im Golfstaat Katar hatten sich 2001 die WTO-Mitglieder geeinigt, eine multilaterale Handelsrunde ins Leben zu rufen, die Doha Development Agenda. Deren Ziel ist es, die Welthandelsordnung zu stärken und die Marktöffnung weiter voranzutreiben.

Die Verhandlungen über eine weitere Liberalisierung des Handels kommen nach Ansicht des Generaldirektors der Welthandelsorganisation (WTO), Supachai Panitchpakdi, nicht ausreichend voran. Es bestehe eine «Krise der Immobilität», sagte er am Freitag in Genf. Bei den Agrarverhandlungen sei zwar ein Durchbruch bei der Berechnung von Zöllen erreicht worden.

Das habe die Verhandlungen aber noch nicht zum wichtigsten Element der Marktöffnung gebracht, einer abgestuften Formel für den Zollabbau, sagte der Generaldirektor vor Vertretern der WTO-Mitgliedstaaten. Bei den Industriegütern seien die Positionen verhärtet, sagte der WTO-Chef. Die Angebote für eine weitere Liberalisierung von Dienstleistungen seien zudem qualitativ gering. In WTO-Kreisen war von pessimistischer Stimmung die Rede.

Abschluß in Hongkong
In der kommenden Woche findet in der chinesischen Hafenstadt Dalian eine informelle Mini-Ministersitzung statt, an der Handels- und Wirtschaftsminister aus rund 30 Ländern teilnehmen.

Ende Juli kommt der Generalrat der WTO-Staaten in Genf zusammen. Dort sollen erste Vorstellungen für ein Ergebnis dargelegt werden, das dann auf der Ministerkonferenz im Dezember in Hongkong abschließend beraten werden soll. Die im November 2001 in Doha begonnene Handelsrunde soll bis Ende 2006 abgeschlossen sein. (nz)