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G8 zeigen sich einig im Kampf gegen Terror

08. Jul 2005 08:47
Sitzung der G8-Staats- und Regierungschefs
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Zum Abschluss des G8-Gipfels wird neben einer Einigung über mehr Hilfe für Afrika auch eine Erklärung zum Kampf gegen den Terror erwartet. Beim Klimaschutz bleiben die G8 unverbindlich.

Thema: Terror in London
Unter dem Schock der Terror-Anschläge in London geht an diesem Freitag der G8-Gipfel im schottischen Gleneagles zu Ende. Dabei werden die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen und Russlands auch eine Erklärung zum Kampf gegen den internationalen Terror abgeben.

Außerdem soll die Hilfe für Afrika bis 2010 aufgestockt werden. Die Vertreter aus den USA, Kanada, Japan, Russland, Frankreich, Deutschland, Italien und Großbritannien müssen sich auf ihrer Schlusssitzung noch auf eine Summe einigen. Der britische Premierminister Tony Blair will das Ziel von jährlich 50 Milliarden Dollar in das Schlussdokument schreiben – die USA, Deutschland, Italien und Kanada meldeten nach Angaben aus den Delegationen indes Bedenken an.

Keine Zielwerte für weniger CO2-Ausstoß

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Beim Klimaschutz werden sich die G8 nur auf eine unverbindliche Erklärung einigen, die keine Zielvorgaben für eine Verringerung der schädlichen Treibhausgase macht. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wertete das Ergebnis dennoch als «kleinen Fortschritt». Im Gipfeldokument wird das Kyoto-Abkommen zur Verringerung der schädlichen Treibhausgase aber ausdrücklich erwähnt.

Die USA sind die einzige G8-Nation, die das weltweite Abkommen zum Schutz des Klimas nicht ratifiziert hat und es auch weiter ablehnt. US-Präsident George W. Bush lehnt die im Kyoto-Vertrag festgelegten Grenzwerte für den Kohlendioxid-Ausstoß ab, da sie die US-Wirtschaft zu stark belastet hätten.

Mehr Übereinstimmung herrscht beim Thema Welthandel. Bush griff einen Vorschlag der EU auf, die Subventionen im weltweiten Agrarhandel deutlich herunterzufahren. Davon sollen die Entwicklungsländer profitieren. Die G8 wollen sich verpflichten, die laufende Liberalisierungsrunde 2006 zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

Treffen mit afrikanischen Vertretern

Zudem wird die G8-Runde an diesem Freitag auch Staats- und Regierungschefs aus sieben afrikanischen Staaten treffen, nämlich Südafrika, Senegal, Nigeria, Algerien, Äthiopien, Ghana und Tansania. Zu dem Treffen wird auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, erwartet.

Großbritanniens Premier Blair war am späten Donnerstagabend nach Gleneagles im Norden des Landes zurückgekehrt. Zwischenzeitlich war er nach London gereist, um dort nach den Anschlägen eine Krisensitzung des Kabinetts zu leiten. Die Gipfelrunde hatte ihm und den Opfern bei einem gemeinsamen Auftritt ihr Mitgefühl ausgesprochen. (nz)

 
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