04. Jul 2005 15:08
Die Live-8-Konzerte können die Entscheidungen der G8-Teilnehmer beeinflussen. Das jedenfalls glaubt der britische Finanzminister Gordon Brown. Er rechnet mit weiteren Fortschritten bei der Armutsbekämpfung.
Der britische Schatzkanzler Gordon Brown hofft beim G8-Gipfeltreffen auf weitere Schritte zur Bekämpfung der Armut in den afrikanischen Ländern. Es sei schon viel erreicht worden, dennoch liege noch ein langer Weg vor der internationalen Gemeinschaft, sagte der Minister am Montag dem TV-Sender GMTV. Am Mittwoch beginnt im schottischen Gleneagles das Gipfeltreffen der sieben führenden Industrienationen und Russland (G8)«Wir haben schon einen hundertprozentigen Schuldenerlass für die ärmsten Länder erreicht», betonte Brown. Zudem habe Europa die finanziellen Hilfen für Afrika verdoppelt. «Im nächsten Stadium müssen wir sehen, ob wir weiter gehen können.»
Brown geht davon aus, dass die Live-8-Konzerte einen Einfluss auf die weiteren Entscheidungen haben. «Ich glaube, die öffentliche Meinung verändert die Haltung der führenden Politiker in der Welt», zeigte er sich zuversichtlich. Am Samstag hatten bei insgesamt zehn Live-8-Konzerten Rock- und Popstars rund um die Welt an die Staats- und Regierungschefs des G8-Gipfels appelliert, verstärkt gegen Armut vorzugehen. Die Konzerte wurden von Bob Geldof organisiert.