netzeitung.deZeitungsbranche legt trotz Internet weltweit zu

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Tageszeitungen (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

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Trotz wachsender digitaler Konkurrenz ist die weltweite Auflage von Tageszeitungen gestiegen. In Deutschland setzte sich der Abwärtstrend jedoch weiter fort.

Die internationale Zeitungsbranche sucht nach Wegen, um sich gegen die wachsende Konkurrenz digitaler Medien zu behaupten. Allerdings warnte der Präsident des Weltverbandes der Zeitungen (WAN), Gavin O'Reilly, vor überhasteten Reaktionen: «Zahlreiche Zeitungen haben panikartig auf das Internet reagiert und Strategien ergriffen, die ihr eigenes Produkt gefährden», sagte O'Reilly am Montag anlässlich der Eröffnung des 58. Weltkongresses der Zeitungen und des 12. Weltforums der Chefredakteure in Seoul.

Der Zeitungsmarkt habe sich erfolgreich gegen den «Angriff durch das Radio, Fernsehen und schließlich das neue digitale Zeitalter gewehrt», fügte er hinzu. Die Branche habe Millionen in neue moderne Produktionsausrüstungen investiert. Das Internet sei ein entscheidender Teil des Zeitungsproduktes geworden, betonte er.

China verkauft am meisten Zeitungen
Die jüngsten Zahlen bestätigen seine Zuversicht: Weltweit stieg die Gesamtauflage der Zeitungen um 2,1 Prozent. Die Zahl der verkauften Tageszeitungen erhöhte sich damit auf knapp 400 Millionen. 2003 verbuchte die Branche noch einen leichten Rückgang von 0,12 Prozent. Auch die Anzeigenumsätze stiegen auf Jahressicht um mehr als fünf Prozent. Der Marktanteil am weltweiten Anzeigenmarkt konnte indes nicht gesteigert werden: Er liegt unverändert bei 30 Prozent.

Allerdings ist das Wachstum vor allem auf hohe Zuwächse in Asien, Südamerika und Afrika zurückzuführen. In China werden mit täglich 93,5 Millionen am meisten Tageszeitungen verkauft. Dagegen sank die Auflagenzahl in Nordamerika und in Europa.

In Deutschland setzte sich der Abwärtstrend mit einem Rückgang von 2,11 Prozent weiter fort. Der heimische Zeitungsmarkt liegt damit unter dem europäischen Durchschnitt von einem Minus von 0,7 Prozent. In den vergangenen vier Jahren sanken die Auflagen in Deutschland um fast acht Prozent. (nz)