Entwicklungsländer verlangen Stopp von Exportsubventionen bis 2010
19.03.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Das Ende der Subventionen würde zum Wachstum der Entwicklungsländer und deren Integration in das Welthandelssystem beitragen, wurde in der Erklärung ausgeführt. Unter anderem wegen der umstrittenen Beihilfen, mit denen Industriestaaten wie die USA oder die EU ihre Bauern mit Milliardenbeträgen unterstützen, stocken die Welthandelsgespräche in der laufenden Doha-Verhandlungsrunde.
Der indische Handelsminister Kamal Nath sagte: «Wir brauchen Regeln, die für alle Länder auf der Welt fair sind.» Der chinesische Gesandte, Yi Xiaozhon, nannte das Treffen «extrem wichtig und einen Meilenstein». Die Kritik der G-20-Länder richtet sich sowohl gegen die Subvention des Exports von Agrarprodukten als auch gegen die staatlichen Beihilfen bei deren Herstellung. Die USA, die EU und Japan subventionieren ihre Produktes jedes Jahr mit mehr als 300 Milliarden Dollar.
Die EU ist zwar bereit, Agrar-Exportsubventionen zu streichen - Bedingung ist aber, dass andere Industriestaaten ihre Unterstützung ebenfalls beenden. In den G-20-Ländern leben 65 Prozent der Weltbevölkerung und 72 Prozent aller Bauern. Als 21. Land trat Uruguay bei dem Treffen in Neu Delhi der Allianz bei. Neben Indien, China und Brasilien gehören außerdem Argentinien, Bolivien, Chile, Kuba, Guatemala, Ägypten, Indonesien, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Paraguay, die Philippinen, Südafrika, Tansania, Thailand, Venezuela und Simbabawe der G-20 an. (nz)

