PC-Absatz wuchs 2004 zweistellig
19.01.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Dell bleibt nach Ansicht der wichtigsten Marktforscher der erfolgreichste PC-Verkäufer der Welt. Für 2005 erwarten Experten vor allem in Europa und Afrika mehr Absatz.
Der weltweite Absatz von PCs ist im vergangenen Jahr zweistellig gewachsen. Das geht aus Zahlen hervor, die die US-Marktforschungsinstitute Gartner und IDC unabhängig voneinander am Dienstagabend nach Marktschluss in den USA veröffentlichten. Auch wenn aufgrund unterschiedlicher Methoden andere absolute Werte herauskamen, kürten beide Firmen den US-Hersteller Dell zum weiterhin weltweit erfolgreichsten PC-Verkäufer.
Zweistelliges Wachstum in 2004Laut Gartner wurden 2004 insgesamt 189 Millionen PCs verlauft. Das entspricht einem Plus von 11,8 Prozent im Jahresvergleich, wie das Unternehmen mitteilte. Im vierten Quartal blieb das Plus mit 10,9 Prozent allerdings hinter dem Jahresdurchschnitt zurück. In den USA und Europa hätten insbesondere starke Verkäufe von Laptops für Wachstum gesorgt.
Die in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts ansässige IDC taxierte die globalen PC-Verkäufe im vergangenen Jahr hingegen auf 177,5 Millionen Geräte. Damit ergibt sich den Angaben zufolge ein Marktwachstum von 14,7 Prozent im Jahresvergleich. Für das vierte Quartal nannte IDC einen Zuwachs um 13,7 Prozent. Das liegt leicht über dem zuvor prognostizierten Plus von 13 Prozent.
Dell bleibt SpitzenreiterTrotz unterschiedlicher Zählweise bleibt der US-Hersteller Dell für beide Marktforscher das erfolgreichste Branchenunternehmen. Gartner nannte für das Gesamtjahr 2004 einen Absatz von 31,0 Millionen Dell-PCs, während IDC allein für das vierte Quartal eine Zahl von 8,8 Millionen Stück ermittelte. Auf Platz zwei folgt den Firmen zufolge der Hersteller Hewlett-Packard (HP), der Dell nach der Übernahme des Konkurrenten Compaq nur kurz die weltweite Spitzenposition hatte abnehmen können. Gartner berichtete von insgesamt 27,6 Millionen HP-PCs, die im vergangenen Jahr verkauft worden seien. IDC gab den Absatz im vierten Quartal mit 8,2 Millionen Stück an.
Weltweit nimmt die PC-Sparte des IBM-Konzerns nach wie vor den dritten Rang ein. Laut Gartner verkaufte das Unternehmen 2004 10,4 Millionen Stück. IDC taxierte den Absatz im Schlussquartal auf 2,9 Millionen Stück ein Zuwachs um neun Prozent im Jahresvergleich. Allerdings hat das Unternehmen jüngst die Sparte, die seit 2001 durchgängig rote Zahlen schreibt, Anfang Dezember an den chinesischen Konkurrenten Lenovo veräußert.
Emea im BlickBeide Marktforscher rechnen mit einem kräftigen Absatzwachstum der Branche auch im laufenden Jahr, das sich im zweistelligen Bereich bewegen sollte. IDC hat dabei vor allem die so genannte Emea-Region im Blick, die Europa, den nahen Osten sowie Afrika erfasst. Hier werde vor allem die Nachfrage seitens der Geschäftskunden den Markt vorantreiben, hieß es. Ersatzinvestitionen ebenso wie Neuanschaffungen würden das Geschäftsjahr 2005 bestimmen. (nz)