Der Streit um den .st-Suffix ist laut «FT» nur ein Beispiel für die derzeitige Debatte über die Kontrolle von potenziell lukrativen nationalen Toplevel-Domains. So habe es bereits Zwist um die Domains von Moldawien oder der Pitcairn-Inseln, eines kleinen Archipels im Südpazifik, gegeben. Schon 2001 kaufte das US-Unternehmen Verisign für 45 Millionen Dollar das Management der begehrten Domain der Pazifikinselgruppe Tuvalu, .tv. Laut «FT» verlangt Bahnhof Internet 35 Euro als jährliche Gebühr für jeden Nutzer der .st-Domain.Wie die Zeitung weiter berichtete, weist Bahnhof die Kritik zurück. Man habe nichts falsch gemacht, sagte der Firmenchef Jon Karlung der «FT» zufolge. Die Ernennung als Domain-Manager sei informell erfolgt, aber von der Regierung von Sao Tome gestützt. Zudem seien die Zahlen der US-Pornountersuchung «völlig falsch». Für die .st-Domain habe Bahnhof rund 5000 Kunden und erziele im Schnitt monatliche Erlöse zwischen 10.000 und 12.000 Euro. (nz)