Investmentbanken fürchten um ihre Google-Anteile
03.05.2004
Herausgeber: netzeitung.de
«Die großen Gesellschaften wollen nicht nur ein Stück des Unternehmens, sie wollen damit einen Gewinn machen», heißt es in dem Bericht weiter. Kritiker monieren, dass mit der geplanten Auktion nicht sichergestellt sei, dass Google eine starke und gute Aktionärsstruktur erhalte. Einige befürchten dem Bericht zufolge, dass die Auktion zu einer ungewöhnlich hohen Zahl von Kleinaktionären führen könnte. Das würde in der Folge die Kosten für die Kommunikation erhöhen und letztlich vielleicht sogar den Aktienkurs negativ beeinflussen, meinen sie.
Die Unterstützer von Googles Plänen wenden dagegen ein, dass Individuen oft besser Aktionäre sein könnten als institutionelle Investoren. Die Manager der großen Gesellschaften seien mehr an der Erfüllung kurzfristiger Gewinnziele interessiert und würden je nach Abschneiden der eigenen Fonds kurzfristig Aktien kaufen und verkaufen. «Die institutionellen Anleger haben keine ruhigen Hände», zitiert das «Wall Street Journal» einen Analysten.
Aber die institutionellen Anleger würden ein «gewichtiges Wort» mitzureden haben, wie der Börsengang vonstatten gehen wird, so das «WSJ» weiter. Das könnte dabei helfen, den Auktionspreis nicht so hoch ausfallen zu lassen, dass die Aktie in den ersten Handelstagen deutlich fällt. (nz)

