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Investmentbanken fürchten um ihre Google-Anteile

03. Mai 2004 14:26
Die Auktion, mit der Google seine Aktien an die Börse bringen will, stößt gerade bei den große Investmentbanken auf Kritik. Einem Zeitungsbericht zufolge könnten sie sich gezwungen sehen, den Druck auf Google zu erhöhen.

Die Internet-Suchmaschine Google will ihre Aktien einer möglichst breiten Basis zum Kauf anbieten und ist mit ihrem Vorgehen, eine Auktion zu veranstalten, den großen US-Investmentbanken kräftig auf die Füße getreten. Wie das «Wall Street Journal» (WSJ) am Montag berichtete, könnten die großen US-Fondsgesellschaften Google letztlich zwingen, ihnen einen Teil der Anteile unter dem wahren Auktionspreis zu verkaufen.

«Die großen Gesellschaften wollen nicht nur ein Stück des Unternehmens, sie wollen damit einen Gewinn machen», heißt es in dem Bericht weiter. Kritiker monieren, dass mit der geplanten Auktion nicht sichergestellt sei, dass Google eine starke und gute Aktionärsstruktur erhalte. Einige befürchten dem Bericht zufolge, dass die Auktion zu einer ungewöhnlich hohen Zahl von Kleinaktionären führen könnte. Das würde in der Folge die Kosten für die Kommunikation erhöhen und letztlich vielleicht sogar den Aktienkurs negativ beeinflussen, meinen sie.

Die Unterstützer von Googles Plänen wenden dagegen ein, dass Individuen oft besser Aktionäre sein könnten als institutionelle Investoren. Die Manager der großen Gesellschaften seien mehr an der Erfüllung kurzfristiger Gewinnziele interessiert und würden je nach Abschneiden der eigenen Fonds kurzfristig Aktien kaufen und verkaufen. «Die institutionellen Anleger haben keine ruhigen Hände», zitiert das «Wall Street Journal» einen Analysten.

Aktie könnte gleich zu Beginn fallen

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Mit der Auktion will Google zum einen erreichen, dass die Aktien für eine breitere Masse der Bevölkerung erwerbbar werden. Zum anderen sollen die bei Börsengängen üblichen Kurssprünge gleich am ersten Handelstag verhindert werden. Kritiker sehen aber das Risiko, dass sich der bei der Auktion einstellende Preis so hoch sein könnte, dass die Aktie am ersten Handelstag wieder deutlich verliert und dann längere Zeit stagniert.

Aber die institutionellen Anleger würden ein «gewichtiges Wort» mitzureden haben, wie der Börsengang vonstatten gehen wird, so das «WSJ» weiter. Das könnte dabei helfen, den Auktionspreis nicht so hoch ausfallen zu lassen, dass die Aktie in den ersten Handelstagen deutlich fällt. (nz)

 
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