17. Jan 2008 07:17
Bereits ab der sechsten Woche regelmäßigen Sports verringert sich das Risiko einer Krebserkrankung. Dadurch werden die weiblichen Sexualhormone reduziert, die für Tumore verantwortlich sind.
Entscheidend ist dabei die Sportart: Nur bei Ausdauersportarten wie Jogging, Walking, Rudern oder Fahrradfahren zeige sich eine Wirkung. «Das Ausdauertraining darf jedoch nicht überfordern und sollte bei Anfängern langsam aufgebaut werden», rät die Ärztin. Denn nur ein sanftes Training verbessere die Leistung des Immunsystems. Hochleistungssport oder Marathonläufe könnten die Abwehr dagegen schwächen.Grund für den positiven Effekt des Trainings ist der Östrogenspiegel im Körper, der durch Sport gesenkt wird. Die weiblichen Sexualhormone sind den Angaben zufolge bei 70 Prozent der Krebserkrankungen dafür verantwortlich, dass sich die Brustzellen unkontrolliert teilen und Tumore entstehen. Regelmäßige Bewegung könne daher das Tumorwachstum hemmen.
Auch Frauen, die bereits an Brustkrebs erkrankt sind, kann Ausdauersport helfen, wie eine Studie der Charité zeigt. So litten sportliche Patientinnen nach der Chemotherapie deutlich weniger an Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Erschöpfung, erklärt die Expertin. Da durch die körperliche Aktivität zudem mehr Glückshormone im Gehirn freigesetzt werden, fühlten sich die Frauen besser als Patientinnen, die keinen Sport treiben. Auch die allgemeine Heilung werde bei regelmäßigem Training leicht vorangetrieben. (dpa)