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Natürlicher Marker für Gentech-Pflanzen gefunden
22. Aug 2005 11:40
 |  Mentewab Ayalew betrachtet GM-Pflanzen auf Antibiotikum-haltigem Nährboden. | | Foto: UT/R. Maxey |
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Gentechnisch veränderte Pflanzen werden mit einem Resistenz-Gen von Bakterien ausgestattet. Jetzt haben Forscher eine möglicherweise weniger bedenkliche Kennzeichnung gefunden.
Forscher haben ein Pflanzengen gefunden, das bei der Kennzeichnung gentechnisch modifizierter (GM-) Pflanzen bakterielle Gene ersetzen könnte. Deren Einsatz gilt als Risiko, da sie Bakterien resistent gegen Antibiotika machen könnte.
Mentewab Ayalew und Neal Stewart von der US-amerikanischen University of Tennessee (UT) in Knoxville haben im Genom der Ackerschmalwand Arabidopsis thaliana ein Gen identifiziert, das die Pflanzen resistent gegen ein Antibiotikum macht. Wie die Forscher in der Online-Ausgabe des Magazins «Nature Biotechnology» berichten, gelang es, das Gen und damit die Resistenz auf Tabakpflanzen zu übertragen.Bei der Herstellung von GM-Pflanzen wird mit der gewünschten genetischen Eigenschaft üblicherweise ein Resistenzgen auf die Pflanzenzellen übertragen. Werden die modifizierten Zellen anschließend auf einem Nährboden kultiviert, der das entsprechende Antibiotikum enthält, können sich nur diejenigen zu Pflanzen entwickeln, bei denen der Gentransfer gelungen ist. Solche Marker-Gene werden seit den 1980er Jahren eingesetzt. Meist handelt es sich dabei um Gene, die von Bakterien stammen. Daher besteht das Risiko, dass die Resistenz von den GM-Pflanzen etwa auf Boden-Bakterien oder nach dem Konsum von GM-Pflanzen auf Darmbakterien übertragen wird und sie nicht mehr mit dem Antibiotikum bekämpft werden können.
Das jetzt identifizierte Gen der Ackerschmalwand erzeugt jedoch nur in Pflanzen eine Resistenz. Ayalew und Stewart konnten in Versuchen zeigen, dass das Gen das Darmbakterium Escherichia coli nicht widerstandsfähiger machte. Die Forscher gehen davon aus, dass das pflanzliche Marker-Gen Einfluss auf die Diskussion um GM-Pflanzen hat. «Es könnte GM-Pflanzen attraktiver für den Übersee-Markt machen», wird Stewart in einer Mitteilung der UT zitiert.
Kritiker: Neuentwicklung unwichtig Kritiker der Grünen Gentechnik weisen jedoch darauf hin, dass GM-Produkte mit bakteriellen Resistenzen bereits auf dem Markt sind. Die Neuentwicklung der US-amerikanischen Forscher sei für die Zulassung unwichtig, sagte Claire Oxborrow von der Umwelt-Organisation Friends of the Earth dem Onlinedienst der BBC. Außerdem sei bislang nicht bekannt, was das Gen der Ackerschmalwand bewirkt. Ein Untersuchung zur Sicherheit der Produkte liege bislang nicht vor.
Für das Web ediert von Patrick Eickemeier |
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