Bonner Forscher testen Aids-Impfstoff
16.02.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Dazu erhalten einige Probanden eine Injektion des Impfstoffs, eine Vergleichsgruppe dagegen ein Placebo. Anhand von Blutproben bestimmen die Forscher anschließende die Immunantwort. Darüber hinaus wollen sie prüfen, inwieweit sich unterschiedlich hohe Dosen auf die Sicherheit der Impfung und die Stärke der Immunreaktion auswirken.
Dennoch ist das Virus völlig harmlos: «tgAAC09 kann sich weder im Körper vermehren noch eine HIV-Infektion hervorrufen», sagt Nazifa Qurishi, die die Bonner Studie leitet. Er soll aber die menschliche Immunabwehr zur Produktion von Antikörpern gegen HIV anregen. Diese Antikörper könnten dann die Infektion und die Folgererkrankung Aids verhindern. tgAAC09 richtet sich zwar ausschließlich gegen HIV vom Subtyp C. Diese Variante ist weltweit aber für die meisten Ansteckungen verantwortlich und in vielen Entwicklungsländern am stärksten verbreitet.
In 13 Monaten sollen die Impfstofftests abgeschlossen sein. Bei positiven Ergebnissen sollen dann weitere Testreihen mit erheblich mehr Probanden folgen. Bis zur Zulassung werden daher voraussichtlich noch einige Jahre vergehen. (nz)

