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Bioethik-Referendum in Italien vor Scheitern
13. Jun 2005 08:14

Romano Prodi, Ex-Präsident der EU-Kommission, stimmt beim Bioetik-Referendum ab
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Foto: dpa
Das Referendum über eine Lockerung des Gesetzes zur Embyronenforschung in Italien droht zu scheitern. Nach einem Boykottaufruf der katholischen Kirche nehmen nur wenige an der Abstimmung teil.

Die Volksabstimmung zum Thema Bioethik in Italien scheitert möglicherweise an einer zu niedrigen Beteiligung. Am ersten Tag des Referendums gaben Sonntag nur 18,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie das Innenministerium mitteilte.

Mehr in der Netzeitung:
Seit Montagfrüh geht die Abstimmung weiter und endet um 15 Uhr. Für ein gültiges Votum ist eine Beteiligung von mindestens 50 Prozent erforderlich.

Unterstützt von Papst Benedikt XVI. hatte die katholische Kirche zu einem Boykott der Abstimmung aufgerufen, mit der die Italiener über eine Lockerung des erst im vergangenen Jahr verabschiedeten Gesetzes zur Embryonenforschung und künstlichen Befruchtung entscheiden. Die Kirche hat dies als eine Bedrohung für die Familie und das Leben verurteilt.

Paare mit Erbkrankheiten

Die derzeitige Regelung verbietet die Embryonenforschung und sieht bei künstlicher Befruchtung eine Begrenzung auf drei Embryonen vor. Sperma- und Eizellenspenden sind ebenfalls verboten.

Die Stimmberechtigten hatten in den insgesamt vier Volksentscheiden außerdem darüber zu entscheiden, ob Paare mit Erbkrankheiten ihre Embryonen untersuchen lassen können. (nz)


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