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Angebot an grünen Investments nimmt zu
23. Jun 2005 15:57 Wer sein Geld nur in Unternehmen investieren will, die sich an strenge soziale, ökologische oder ethische Grundsätze halten, hat es schwer. Die Zahl der Anbieter nimmt zwar zu, viele Anlagen sind aber intransparent.
Wer ohne schlechtes Gewissen sein Geld gewinnbringend investieren möchte, hat heute eine breite Auswahl. Unter den so genannten grünen Investments gibt es heute alles, was es im konventionellen Bereich auch gibt – hochspekulative Produkte einmal ausgenommen, wie Jörg Weber vom Internet-Portal «Ecoreporter.de» sagte. Anbieter von grünen Investments lehnen Investments in Unternehmen ab, die Gewinne mit Rüstung und Atomtechnik machen oder Kinderarbeit zulassen. Bei Direktbeteiligungen erwerben Anleger Anteile eines geschlossenen Fonds, der etwa in einen Windpark, eine Solaranlage oder Biomasse-Projekte investiert. Anleger, die ihr Geld in einen offenen Fonds investieren, kaufen Aktien einzelner Unternehmen und unterstützen damit häufig Hersteller von Anlagen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen, von ökologischen Baustoffen oder Großunternehmen, die sich durch ihr Engagement für die Umwelt oder soziale Fragen profilieren.
Recherche im Internet notwendig
Wachsend ist laut Weber zwar vor allem der Markt der Anleihen und Genussscheine. «Das Gros des Geldes geht allerdings nach wie vor in Aktienfonds.» Alternativbanken wie die Umweltbank in Nürnberg bieten auch «grüne Sparbücher», Tagesgeldkonten sowie fondsgebundene, kapitalbildende Lebensversicherungen an. Auch große Finanzdienstleister haben mittlerweile Fonds im Angebot, die sich an strenge ökologische, soziale oder ethische Standards halten. Einen Überblick können Anleger sich mit einer Recherche über das Internet verschaffen. Dort werden Ergebnisse von Rating-Agenturen veröffentlicht, welche die Auswahlkriterien der Fondsmanager zusammentragen und überprüfen, denn nicht immer ist nämlich auf den ersten Blick ersichtlich, nach welchen Kriterien die grünen Investments vorgehen. Ein verbindliches Gütesiegel hat laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bislang niemand entwickelt.
Für Altersvorsorge ungeeignet Wer sein Geld für die Altersvorsorge zurücklegen will, ist mit grünen Investments häufig schlecht bedient. Zum einen erfordern sie einen höheren Rechercheaufwand, meint Walter Kahlenborn vom Forum Nachhaltige Geldanlage. Außerdem gibt es die meisten Produkte noch nicht lange genug. Eine langfristige Vermögensplanung ist dadurch erschwert. (nz)
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