07.10.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Flutschäden in Thailand
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Bundesregierung beginnt mit dem Aufbau des versprochenen Tsunami- Frühwarnsystems im Indischen Ozean. Am Montag geht die erste deutsche Messboje an Indonesien über.
Zehn Monate nach der Flut-Katastrophe in Südostasien beginnt dort der Aufbau eines Tsunami-Frühwarnsystems mit deutscher Hilfe. Staatssekretär Frieder Meyer-Krahmer werde am Montag die erste Messboje für das in Deutschland entwickelte System in Jakarta an Indonesien übergeben, teilte ein Sprecher des Bundesforschungsministeriums in Berlin mit. Gleichzeitig werde das deutsche Forschungsschiff «Sonne» auslaufen, um den Ozeanboden in der Erdbebenregion zu vermessen.
Das System im Gesamtwert von 45 Millionen Euro wird Indonesien von der Bundesregierung zur Verfügung gestellt. Es besteht aus insgesamt zehn Bojen, dazu kommen Seismographen und Küstenpegel. Das System registriert Erdbeben am Meeresboden und die dadurch ausgelösten Wellen. Binnen 13 Minuten nach dem Ereignis werden Lagezentren, seismologische Institutionen, Behörden und Medien automatisch gewarnt.
Im November werde die «Sonne» zwischen Aceh und Bali die ersten mit GPS-Sendern ausgestatteten Messbojen auf der Ozean-Oberfläche und Druckpegelmessgeräte auf dem Meeresgrund positionieren, so der Sprecher.
Bei der verheerenden Flutkatastrophe im Dezember 2004 im Indischen Ozean waren rund 220.000 Menschen ums Leben gekommen. (nz)