Thailands Angst vor zu vielen Tsunami-Warnungen
25. Jul 2005 13:30
 |  Frau auf den Nikobaren bringt ihr Kind in Sicherheit | | Foto: AP |
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Nach dem kurzzeitigen Tsunami-Alarm am Wochenende hat Thailands Ministerpräsident das Warnsystem als unzureichend bezeichnet. Es könnte so sogar zu einer Gefahr werden.
Die derzeitigen Messsysteme in Thailand für Erdbeben und Tsunamis sind unzureichend. Das sagte Ministerpräsident Thaksin Shinawatra. Am Wochenende hatte die thailändische Regierung eine Tsunami-Warnung ausgelöst, tausende Menschen waren aus den Küstengebieten in Sicherheit gebracht worden. Grund für die Warnung waren heftige Erdstöße im Indischen Ozean, sieben Monate nach der Flutkatastrophe. Die Warnung wurde nach kurzer Zeit wieder aufgehoben.
Thaksin sagte am Montag, bis zur Installation eines wirksamen Frühwarnsystems müssten die einschlägigen Übungen zum Katastrophenschutz weitergehen. Zugleich müsse für eine schnelle Installation besserer Messsysteme gesorgt werden. Der Regierungschef warnte zugleich davor, dass die Menschen jegliches Vertrauen in das Warnsystem verlören, wenn wiederholt umsonst Katastrophenalarm ausgelöst werde.
Nachbeben Auf den Nikobaren wurden unterdessen mehrere Nachbeben registriert. Die zu Indien gehörende Inselgruppe war am Sonntag von einem Erdstoß der Stärke 7,2 auf der Moment-Magnitude erschüttert worden. Dies hatte Panik unter den Bewohnern und die Tsunami-Warnung in Thailand ausgelöst. Die befürchtete Flutwelle war aber ausgeblieben
In Indien und Sri Lanka hatte es keine Tsunami-Warnungen gegeben - auch nicht in Indonesien, obwohl es in dessen Provinz Aceh am Sonntagabend ebenfalls ein Erdbeben der Stärke 6,6 gegeben hatte.
Riesenwelle wäre möglich gewesen Das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik auf Hawaii teilte mit, Beben dieser Stärke könnten eine örtliche Riesenwelle erzeugen, die für die Küsten im Umkreis einiger hundert Kilometer vom Epizentrum verheerend sein könnte. Wenn eine Stunde nach dem Beben aber immer noch kein Tsunami zu beobachten sei, könne die Gefahr als gebannt betrachtet werden. (nz)
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