07.06.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Fundstücke nach der Tsunami-Katastrophe
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In der von dem Tsunami betroffenen Gebiet in Südasien ist eine Leiche bestattet worden, die man für eine andere hielt. Bei der Identifizierung waren zwei Menschen miteinander verwechselt worden.
Bei der Identifizierung deutscher Tsunami-Opfer in Südasien ist es zu einer Panne gekommen. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, ordneten Experten der internationalen Identifizierungskommission ein Leiche falsch zu.
Das männliche Todesopfer sei deshalb im Beisein der Angehörigen eines anderen Menschen, der bei der Flugkatastrophe ums Leben kam, gleich in Südasien beerdigt worden, sagte eine BKA-Sprecherin der Nachrichtenagentur AP. Bei der Überprüfung einer Zahnprothese wurde dann festgestellt, dass das Opfer mit einem Deutschen verwechselt worden war.
Die Angehörigen beider Opfer seien mittlerweile persönlich informiert worden.
Größe, Statur, AlterUrsache der Verwechslung sei «eine Verkettung individueller Fehler» gewesen. Beide Opfer hätten hinsichtlich Größe, Statur und Alter große Ähnlichkeiten aufgewiesen. Zudem sei ihr «Zahnstatus» fast identisch gewesen.
Nach Angaben des BKA sind gut fünf Monate nach dem Seebeben in Asien die Leichen von 505 Bundesbürgern identifiziert. Die Zahl der noch vermissten Deutschen wurde mit 53 angegeben. In dem betroffenen Gebiet versuchen nach wie vor Expertenteams, die Herkunft der Todesopfer zu klären. (nz)