netzeitung.deHeftige Nachbeben in Indonesien

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Zerstörung auf Nias nach dem Seebeben. (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Zerstörung auf Nias nach dem Seebeben.
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Nachbeben vor der Insel Sumatra haben die Bewohner auf Nias in Angst und Schrecken versetzt. Die Situation, die Helfer auf den Inseln vorfinden, ist schlimmer als erwartet.

Die Bewohner der indonesischen Inseln vor Sumatra kommen nicht zur Ruhe. Am Donnerstag gab es drei Nachbeben bis zur Stärke von 6,1 auf der Richterskala, wie das Meteorologische Zentrum in Jakarta mitteilte. Seit dem Beben von Montagnacht
verbringen Tausende aus Furcht vor Nachbeben die Nächte weiter im Freien.

Unterdessen suchen Helfer nach Überlebenden unter den Trümmern. Sie beklagen den Mangel an schwerem Gerät, der die Bergungsarbeiten stark behindere. Bisher wurden 500 Leichen gefunden.

Nach Einschätzung eines australischen Rettungsteams ist die Lage auf den betroffenen Inseln schlimmer als zunächst angenommen. «Die Berichte, die ich in der Nacht erhalten habe, sind ziemlich schlecht», sagte der australische Außenminister Alexander Downer am Donnerstag.

Auf der Insel Nias seien zu viele Gebäude zerstört, das wichtigste Krankenhaus in der Inselhauptstadt Gunungsistoli könne die Hunderten von Verletzten nicht behandeln.

Ein Transportflugzeug mit medizinischer Ausrüstung sollte noch am Donnerstag von der australischen Stadt Brisbane in das Katastrophengebiet fliegen. Die Helfer sollen Verletzte zur Behandlung auf das australische Versorgungsschiff «Kanimbla» bringen. (nz)