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Suche nach Verschütteten auf Insel Nias
29. Mrz 2005 13:36, ergänzt 17:55

Zerstörte Häuser im Hauptort Gunungsitoli
Foto: AP
Nach dem Seebeben werden in Indonesien bis zu 2000 Tote befürchtet. Auf der Insel Nias, einem Reiseziel für Wassersportler, ist ein Großteil der Infrastruktur zerstört worden.
 
Thema: Seebeben vor Sumatra
Bislang galt die indonesische Insel Nias vor der Küste von Sumatra als Surferparadies. Nun suchen dort hunderte indonesischer Rotkreuz-Mitarbeiter gemeinsam mit internationalen Helfern nach Verschütteten.

Indonesiens Vize-Präsident Jusuf Kalla äußerte die Befürchtung, dass bei dem neuerlichen schweren Seebeben im Indischen Ozean insgesamt 2000 Menschen ums Leben gekommen sein könnten.

Die Insel Nias ist nach bisherigen Erkenntnissen am schlimmsten betroffen. 75 Prozent aller Gebäude in dem Hauptort Gunungsitoli seien zerstört worden, teilte das Rote Kreuz am Dienstag in Berlin mit.

Nach Angaben der Rettungskräfte wurden auf der Insel bis zum Nachmittag 330 Leichen geborgen. Im Laufe des Tages sollte eine Luftbrücke eingerichtet werden.

Die Rettungsarbeiten kommen nur langsam voran, da viele der ohnehin schlecht ausgebauten Straßen auf Nias nun gar nicht mehr passierbar sind. Zudem ist der Strom ausgefallen.

Bilderschau:
Auf der benachbarten Insel Simeulu rechnen die Behörden mit etwa hundert Opfern. Zu den Bewohnern der nahe des Epizentrums gelegenen Banyak-Insel konnte laut der Hilfsorganisation SurfAid in Sumatra bislang kein Kontakt hergestellt werden.

Über deutsche Opfer in der Katastrophenregion gibt es nach Angaben des Auswärtigen Amts bislang keine Informationen.

Das Epizentrums des Bebens der Stärke 8,7 auf der Richter-Skala lag laut amerikanischen Seismologen 250 Kilometer südöstlich von Banda Aceh, rund zehn Kilometer unter dem Meeresboden. Sumeulu ist etwa 90 Kilometer von der Stelle entfernt, nördlich davon liegt Nias.

Bei der Flutkatastrophe am 26. Dezember waren mindestens 340 Menschen auf Nias getötet worden. Rund 10.000 Bewohner wurden obdachlos. Die Nahrungs- und Trinkwasserversorgung brach zusammen. (nz)






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