Stichwort: Sumatra-Beben
31.12.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Sind Nachbeben zu erwarten?
Hat das Sumatra-Beben die Wahrscheinlichkeit eines weiteren großen Erdbebens erhöht?
Das Sumatra-Beben ereignete sich innerhalb von drei Tagen nach einem Beben der Stärke 8,1 auf den antarktischen Macquarie-Inseln südlich von Australien. Gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Erdbeben?
Es gibt bislang keine Hinweise für einen direkten Zusammenhang. Die langfristigen Spannungsveränderungen durch ein Erdbeben nehmen mit der Entfernung von seinem Zentrum stark ab. Das Macquarie-Beben ereignete sich zudem an der Grenze anderer Platten als das Sumatra-Beben. Das Auftreten beider Beben innerhalb von drei Tagen ist auffällig, aber wahrscheinlich Zufall.
Wie groß ist der Bereich, in dem sich das Beben ereignete?
Die Nachbeben lassen vermuten, dass sich die Verwerfungen über etwa 1200 bis 1300 Kilometer entlang des Sundagrabens in einer Breite von etwa 200 Kilometern erstrecken. Der Sundagraben ist ein Tiefseegraben mit der tiefsten Stelle des Indischen Ozeans. Das Zentrum des Bebens lag wahrscheinlich in den südlichen 400 Kilometern der Verwerfungszone.
Wie groß ist die Verschiebung zwischen den Platten an der Bruchoberfläche?
Anhand der ersten Untersuchungen der Schockwellen wird die maximale Verschiebung auf 20 Meter geschätzt.
Wie groß ist die Verschiebung des Meeresgrundes über der Erdbebenquelle?
Die Verschiebung des Meeresgrundes ist geringer als die Verschiebung der Platten gegeneinander. Stellenweise hat sich der Block der Erdkruste oberhalb des auslösenden Bruches um zehn Meter nach West-Südwest verschoben und wurde mehrere Meter angehoben.
Wie hat das Erdbeben die Erdrotation beeinflusst?
Quelle: US Geological Survey
Für das Web ediert von Patrick Eickemeier

