EU-Parlament unterstützt Dialog mit Eta
Der Friedensprozess der demokratischen Institutionen Spaniens werde befürwortet, hieß es in einer Entschließung, die das Parlament am Mittwoch mit knapper Mehrheit verabschiedete. Die Christdemokraten sprachen sich allerdings gegen einen Dialog mit der Eta aus, weil sie politische Zugeständnisse an Terrororganisationen ablehnten.
Batasuna ist der politische Arm der Eta. Der sozialdemokratische Fraktionschef im Europäischen Parlament, Martin Schulz, sagte hingegen, nur über den Dialog werde die Spirale der Gewalt beenden werden können.
Frattini äußerte die Hoffnung, dass ein Dialog mit der Eta zu einer Zukunft ohne Gewalt und Terror führe. Gleichzeitig betonte er das Engagement der EU bei der Bekämpfung des Terrorismus. Im Europaparlament überwog bei der Debatte allerdings Skepsis, ob in Spanien ein dauerhafter Friedensprozess möglich sei. «Testen sie die Eta auf ihre Aufrichtigkeit, sonst wird Ihr guter Wille ausgenutzt», warnte der fraktionslose irische Abgeordnete James Allister die
Spanier.
Die Eta hatte im März eine «dauerhafte Waffenruhe» verkündet. Daraufhin erklärte sich die sozialistische spanische Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero bereit, mit der Untergrund-Organisation über ein Ende des Terrors zu verhandeln. Am Vortag der Parlamentsdebatte raubten mutmaßliche Eta-Terroristen in Frankreich 350 Pistolen. Dies wurde in Spanien als schwerer Rückschlag für die Hoffnungen auf ein Ende des Terrors betrachtet. (nz)

