Karikaturen-Streit beschäftigt EU-Kommission
30.01.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Die Proteste richten sich gegen die Veröffentlichung von Zeichnungen mit dem Propheten Mohammed in der größten und betont islamkritischen dänischen Zeitung «Jyllands- Posten» Ende September. Der dänische Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen informierte am Montag telefonisch den österreichischen Kanzler und derzeitigen EU-Ratspräsidenten Wolfgang Schüssel sowie Kommissionspräsident José Manuel Barroso über den sich ausweitenden Konflikt. Dabei haben Saudi-Arabien, Kuwait und Libyen ihre Botschafter aus Kopenhagen abgezogen.
Laut Angaben der EU-Kommission haben zwar mehrere Kommissare bereits erklärt, dass ihnen die Zeichnungen missfielen. Die Karikaturen unterlägen aber der Meinungsfreiheit, betonte der Sprecher der Brüsseler Behörde. Dies werde die Kommission gegen alle Kritik verteidigen.
Das Außenministerium in Kopenhagen riet Dänen von Reisen nach Saudi-Arabien ab und forderte zu «erhöhter Vorsicht» bei Aufenthalten in Ländern wie Ägypten, Algerien und Pakistan auf. (nz)
