Der Kompromissvorschlag der britischen Ratspräsidentschaft schreibt den Angaben zufolge keine Kostenregelung fest. Erfolglose Anrufversuche sollen eben so wenig aufgezeichnet werden wie Bewegungsdaten bei Handy-Gesprächen. Von Internetverbindungen sollen Zypries zufolge «nur die ohnehin gespeicherten Protokolle» ebenso lange wie Telefondaten gespeichert werden.Die Frage, zur Aufklärung welcher Verbrechen die Daten verwendet werden dürfen, soll den Angaben zufolge jeder Mitgliedsstaat für sich entscheiden. Man sei sich aber einig, die Liste von mehr als 30 Straftaten anzuwenden, die auch dem Europäischen Haftbefehl zu Grunde liege. Hinzu kämen Taten, die wie das so genannte Stalking (hartnäckige Belästigung) oder die elektronische Verbreitung von Kinderpornografie speziell mit dem Telefon oder Internet zusammenhingen. Das Europa-Parlament hatte eine Einschränkung auf den Katalog des EU-Haftbefehls verlangt.