netzeitung.deLafontaine gegen EU-Beitritt der Türkei

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Oskar Lafontaine (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Oskar Lafontaine
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Der frühere SPD-Chef Lafontaine hat sich entschieden gegen eine Aufnahme der Türkei in die EU ausgesprochen. Ein NPD-Funktionär rief zur Unterstützung der WASG auf.

Der Spitzenkandidat der linken Wahlalternative für Arbeit und Soziale Gerechtigkeit WASG, Oskar Lafontaine, lehnt einen EU-Beitritt der Türkei strikt ab. Bereits die Osterweiterung der Europäischen Union sei zu schnell gekommen, sagte der ehemalige SPD-Vorsitzender dem in Aschaffenburg erscheinenden «Main-Echo».

Lafontaine sprach sich zudem gegen eine Abschaffung der Steuerfreiheit von Sonntags- und Nachtzuschlägen sowie der Entfernungspauschale aus.

In der rechtsextremen NPD wird unterdessen für Unterstützung für das Linksbündnis geworben. Wie die »Berliner Zeitung« am Freitag berichtet, hat der in der Neonazi-Szene einflussreiche NPD-Funktionär Thomas Wulff alle »Nationalen Sozialisten« dazu aufgerufen, in die WASG einzutreten.

»Mit der WASG sind einer nationalen Oppositionsarbeit weitere Tore geöffnet worden«, heißt es demnach in der Erklärung, die auf der Internetseite eines rechten Bündnisses in Mecklenburg- Vorpommern veröffentlicht wurde.

Die Lafontaine-Äußerung über »Fremdarbeiter« sei ein Beispiel dafür, dass die WASG-Basis »keineswegs antinational eingeschränkt (ist) in ihrem Denken und Fordern«, schreibt Wulff. »Geht jetzt noch stärker rein in die WASG- Gruppen. Ihr werdet merken, viele von denen denken so wie wir.«

Lafontaine hatte in der vergangenen Woche mit einer Äußerung über »Fremdarbeiter« scharfe Kritik bei SPD und Grünen ausgelöst. (nz)